Gesundheitstag

Rücken trainieren und Reaktionsvermögen testen

Spielerisches Rückentraining: Nicole Fieseler und Christiane Münstermann beim betriebsinternen Familien-Gesundheitstag bei der Entsorgung Herne.

Spielerisches Rückentraining: Nicole Fieseler und Christiane Münstermann beim betriebsinternen Familien-Gesundheitstag bei der Entsorgung Herne.

Foto: Svenja Hanusch

Herne.   Beim Gesundheitstag von Entsorgung Herne folgten 220 Gäste der Einladung auf das Firmengelände an der Südstraße.

Daniel Linning beugt seinen Oberkörper leicht nach vorne, wendet sich zur Seite und strengt sich kräftig an. Denn der Lateraltrainer sorgt für heftigen Gegendruck, ohne, dass man ihm die Strapazen anmerkt. Das hat gute Gründe, handelt es sich um eines der Sportgeräte im „Rückenmobil“, das beim Familien-Gesundheitstag der Entsorgung Herne Station gemacht hatte. Der Leiter der Zentralen Dienste des Unternehmens wollte es auch prompt ausprobieren.

Mit seinem Fazit „sehr anstrengend, aber auch durchaus angenehm“ beschrieb der 27-Jährige die Zielrichtung, die Therapeut und Trainer Michael Schrick mit seinem Angebot verfolgt. „Bewegen statt schonen“, laute das Motto, betont er. Um den Rücken zu stärken, seien nun mal geeignete Formen der Belastung sinnvoll. Wenn nun Mitarbeiter der Entsorgungsfirma darauf aufmerksam gemacht werden, so Schrick, haben sie davon nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch im gesamten Alltagsleben einen Nutzen davon.

Der Betrieb an der Südstraße hatte zum ersten Mal ein solches Veranstaltungsformat organisiert, berichtete Personalreferentin Manuela Barranco-Lopéz und zeigte sich mit der Resonanz sehr zufrieden. 220 Gäste waren der Einladung auf das Firmengelände gefolgt, davon 120 Beschäftigte und 100 Familienangehörige. „Uns kommt es vor allem auch auf den Zusammenhalt der Belegschaft an“, so die 49-Jährige. Das Publikum solle zudem die Vielfalt an Gesundheitsangeboten kennen lernen.

Mitarbeiterin Diana Schiemann (48) ließ sich bei der Ernährungsberatung über Zusatzstoffe im Brot informieren, Kolleginnen kosteten verschiedene Fruchtsaftproben. Doch der Aktionstag bot nicht nur Tipps zu Fitness und gesunder Ernährung, sondern lockte auch mit Spiel und Spaß. Beim Rodeoreiten zeigte manch ein Gast zwar zunächst eine gewisse Zurückhaltung, bevor er sich dann aber doch noch in den Sattel traute. Müllwerker Manuel Peuser war sich hingegen beim Neoliet-Kletterturm vom ersten Moment an seiner Sache sicher: „Einfach mal austesten“, sagte er vorher und meinte nachher: „Es hat sich gelohnt“.

Lohnenswerte Erkenntnisse wollte Andreas Hecker von der Berufsgenossenschaft vermitteln. Dass das Anschnallen nicht nur für Pkw, sondern auch für Lkw gilt und auch dort Leben retten kann, erklärte er allerdings nicht mit grauer Theorie. Vielmehr lud er Besucher ein, sich doch einmal in einen Fahrsimulator zu setzen. Schon der leichte Aufprall mit einer Geschwindigkeit von zehn Stundenkilometern „lässt keinen Zweifel aufkommen, wie gefährlich solche Situationen selbst bei geringem Tempo sein können“, so Hecker.

Möglichkeiten Stress abzuschalten

Wie es um das eigene Reaktionsvermögen bestellt ist, testeten unter anderem Jürgen Fromm (48) und Heinrich Golletz (52) an der T-Wall aus. In direkter Nähe zum Stand der Berufsgenossenschaft war eine Wand aufgebaut, bei er es galt, plötzlich aufflackerndes Licht so schnell wie möglich wieder auszuknipsen.

Welche Möglichkeiten man in Beruf und Freizeit hat, den Stress abzuschalten, konnten Gäste im Gespräch mit einer Gesundheitsexpertin besprechen. „Dieser Tag soll den Beschäftigten zeigen, dass das Thema Gesundheit viele Facetten hat und sich für jeden verschiedene Möglichkeiten bieten,“ erklärte Horst Tschöke, Vorstand des Unternehmens Entsorgung Herne.

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