Drei Fragen an

Rhein-Herne-Kanal: Mit dem Frühling wachsen wieder Müllberge

Der Rhein-Herne-Kanal (hier Anlegepunkt Unser Fritz) ist vor allem im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel. Leider zum Teil mit negativen Folgen.

Der Rhein-Herne-Kanal (hier Anlegepunkt Unser Fritz) ist vor allem im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel. Leider zum Teil mit negativen Folgen.

Foto: Bastian Haumann

Herne.   Bei gutem Wetter ist das Ufer des Rhein-Herne-Kanals ein beliebtes Ausflugsziel. Doch nicht immer verhalten sich die Besucher angemessen.

Der Frühling lockt die Menschen in die Natur. Beliebtes Ziel sind dabei auch die Ufer des Rhein-Herne-Kanals. Die WAZ sprach mit Martina Karaszkiewicz, Leiterin des Herner Außenbezirks des Wasser- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich.

1 Wie verhalten sich die Leute, wenn sie zum Kanal kommen?

Hier finden sich zunächst einmal ganz unterschiedliche Gruppen ein. Da gibt es die Angler, die Wanderer oder auch Familien beziehungsweise Gruppen, die sich zum Grillen treffen. Ärgerlich sind die schlechten Angewohnheiten, denn viele Gäste lassen große Mengen an Müll liegen. Es gibt sogar Leute, die ziehen, wenn sie den Unrat selbst nicht mehr ertragen können, ein Stückchen weiter, wo es sauber ist,

2 Wer kümmert sich denn darum, dass der Müll weggeschafft wird?

Bei Betriebswegen, die für die Öffentlichkeit freigegeben sind, liegt die Zuständigkeit bei den Kommunen, also in diesem Fall bei der Stadt Herne. Dazu sind entsprechende Verträge geschlossen worden. Unter anderem sind es Ein-Euro-Jobber, die sich mit der Aufgabe befassen. Dabei ist es schon sehr ärgerlich, dass die Leute egal welchen Alters, so viel Müll liegen lassen.

3 Sind eigentlich auch Wildcamper ein Problem?

Durchaus. Es gibt eine ganze Reihe von Leuten, die mit dem Zelt anrücken, um am Kanal ihre Zeit zu verbringen. Dabei ist Campen verboten. Wer erwischt wird, muss mit Strafgeldern rechnen, die 35 Euro und auch höher liegen können.

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben