Neue Höfe Herne

Regus sieht in Herne Bedarf für flexible Bürolösungen

Regus hat die Neuen Höfe auch wegen der Ausstrahlung des Gebäudes als Standort ausgewählt.

Regus hat die Neuen Höfe auch wegen der Ausstrahlung des Gebäudes als Standort ausgewählt.

Foto: S+H

Herne.   Mit Regus, einem der ersten beiden Mieter in den Neuen Höfen, kommt ein Global Player nach Herne. Das Unternehmen ist vom Standort überzeugt.

Als die Landmarken AG vor wenigen Tagen den Startschuss zum Umbau des ehemaligen Hertie-Hauses verkündete, gerieten die Namen der beiden ersten großen Mieter fast zur Nebensache angesichts der Erleichterung, dass die Revitalisierung des Gebäudes nach Jahren des Stillstands doch noch ihren Lauf nimmt. Dabei hat Landmarken zwei internationale Konzerne gewinnen können. Während die Fläkt-Gruppe als Herner Unternehmen durchaus bekannt ist, dürfte der Name Regus den meisten Hernern wenig bis gar nichts sagen.

Dabei ist das 1989 in Brüssel gegründete Unternehmen ein echter Global Player. Nach eigener Darstellung ist Regus der weltgrößte Anbieter von flexiblen Bürolösungen und hat im Lauf der Jahre ein Netzwerk von rund 3000 Geschäftszentren in 900 Städte in rund 120 Ländern geknüpft.

„Wir haben für jeden Geschmack und Bedarf etwas dabei“, sagt Deutschland-Chefin Stefanie Lürken im Gespräch mit der WAZ-Redaktion. So ist die kleinste Einheit, die Regus zur Miete anbietet, ein Schreibtisch in einem Gemeinschafts-Büro. Die Nutzung kann sogar stundenweise erfolgen. Schaut man auf die verschiedenen Produkte, offenbart sich eine hohe Flexibilität, die laut Lürken Büronutzern sehr wichtig sei. So bietet Regus möblierte Büros in den unterschiedlichsten Größen an, Konferenz- und Tagungsräume oder Business-Lounges. Hinzu kommen verschiedene andere Modelle mit den unterschiedlichsten Ausstattungsvarianten. Lürken: „Wir bieten alles und voll ausgestattet. Sie können sofort anfangen zu arbeiten.“ Der Bedarf sei vorhanden. Er lasse sich teilweise auf die Erkenntnis zurückführen, dass die Produktivität beim Arbeiten Zuhause leicht sinke und die Mitarbeiter ein geschäftsmäßiges Umfeld benötigten.

Erste Anfragen

Dennoch stellt sich die Frage, wie der Blick des Unternehmens auf Herne gefallen ist. Quasi eingezwängt zwischen Essen und Dortmund, eilte Herne in der Vergangenheit nicht der Ruf eines Bürostandorts voraus. Das Ruhrgebiet insgesamt sei ein gefragter Standort, auch in den kleineren Städten. Nachdem Regus in Essen und Dortmund seine Flagge gehisst habe, blicke man nun auf Standorte wie Herne, auch dort gebe es Bedarf für Bürolösungen. „Herne hat die ideale Größe, und wir sind die ersten, die dieses flexible Konzept hier anbieten“, so Lürken. Auch das ehemalige Hertie-Haus erfülle alle Anforderungen von Regus. Es befinde sich in einer 1A-Lage in der Stadt, die Verkehrsanbindung mit A42 und A43, Buslinien und U-Bahn sowie Parkhaus in unmittelbarer Nähe sei ideal. Hinzu komme: Regus bevorzugt Gebäude, die eine Ausstrahlung haben, in Dortmund habe man Flächen im weithin sichtbaren und architektonisch hochwertigen Ellipson gemietet. Die Qualität sieht Lürken auch bei den Neuen Höfen Herne,die jetzt entstehen sollen: „Die Entwicklung des Hauses ist total spannend.“ Regus hat sich in der zweiten Etage 1800 Quadratmeter gesichert, neben den eigentlichen Büros sollen Konferenzräume und ein Rezeptionsbereich entstehen. Mögliche Mieter könnten Juristen, Gründer oder Projektgruppen sein. Obwohl der Einzug erst für 2020 geplant ist, gebe es schon Anfragen.

Umbau-Arbeiten beginnen im September

Die Arbeiten zum Umbau des ehemaligen Hertie/Karstadt-Hauses starten in wenigen Tagen.

Zunächst sollen alle nichttragenden Einbauten und die technische Gebäudeausstattung ausgebaut werden. Voraussichtlich im ersten Quartal 2019 soll das Gebäude auf den Rohbauzustand zurückgebaut sein. Anschließend, so der Zeitplan, sollen die Rohbau- und Fassadenarbeiten beginnen.

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