Integration

Projekt sorgt in Eickel für viele kleine Momente als Gewinn

In safe hands - ist in diesem Fall der Ball. Vorne in der Mitte Hans Tilkowski mit den Referentinnen Greta Tacke (l.) und Nadine Vidalovic. Dahinter (v.l.) Schulleiter Lothar Heistermann, Projektmitgründer Jonas Ermes, Referent Julian Blessing, Dieter Künkler (stellv. Schulleiter).

Foto: Walter Fischer

In safe hands - ist in diesem Fall der Ball. Vorne in der Mitte Hans Tilkowski mit den Referentinnen Greta Tacke (l.) und Nadine Vidalovic. Dahinter (v.l.) Schulleiter Lothar Heistermann, Projektmitgründer Jonas Ermes, Referent Julian Blessing, Dieter Künkler (stellv. Schulleiter). Foto: Walter Fischer

herne.   Das Projekt „In safe hands“ mit seiner Integrationsschule war für zwei Tage an der Hans-Tilkowski-Schule zu Gast.

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Die beiden Jungs aus der 8b der Hans-Tilkowski-Schule waren mächtig stolz, als sie mit dem Siegerpokal in ihren Klassenraum kamen, und dort stand — Hans Tilkowski. Der Ex-Nationaltorwart und Namensgeber der Schule besah sich den Pokal, beglückwünschte die Jungen, als er ihnen die Trophäe zurückreichte. Aber im Mittelpunkt standen andere Dinge beim Projekt „In safe hands – Integrationsschule“.

Es habe viele kleine Momente gegeben, von denen die Schule profitiere, sagte Lothar Heistermann, Leiter der Schule. Vor dem Fairplay-Fußballturnier hatten sich die Schüler der siebten und achten Klasse in Workshops mit den Themen Menschenrechte, Integration, Fluchtursachen und Vielfalt beschäftigt.

Projekt „In safe hands“ wurde 2015 gegründet

„Und auch die Torhüter kommen bei uns groß raus“, so Heistermann. Neben Hans Tilkowski war am Dienstag auch Jonas Ermes von „In safe hands“ dabei, früher Torhüter unter anderem des VfL Bochum und aktuell beim RSV Meinerzhagen. Er hat das Projekt 2015 zusammen mit Profi Andreas Luthe gegründet, früher auch beim VfL Bochum, jetzt beim FC Augsburg und – Torhüter.

Ihre Teammitarbeiter sind zu kürzeren Dialogen und zu Projekttagen zu Gast an Schulen, wie in Eickel zwei Tage an der Hans-Tilkowski-Schule. Acht Referenten waren vor Ort, sechs Geflüchtete berichteten den Schülern von ihren Erlebnissen. Unter anderem empfanden Schüler gemeinsam die Situation in einem Flüchtlingsboot nach.

Die Projektmitarbeiter kommen noch mal an die Schule zurück, dann sollen ältere Schüler in AGs mit Schülern jüngerer Jahrgänge an Integration durch Sport arbeiten – auch, aber nicht nur durch Fußball. Schließlich, wie Hans Tilkowski erklärt: „Respekt und Fairness sind die Grundlagen für den Sport.“

Zu den Förderern des Projektes zählen die Stiftung der DFL sowie die Anneliese-Brost-Stiftung. Werner Meys, Kuratoriumsmitglied der Brost-Stiftung: „Das ist eine tolle Sache, und die Erfolge zeigen, dass es sich lohnt, dieses Projekt zu unterstützen.“

Fürs Foto zum Abschluss bekam Hans-Tilkowski einen Ball zugeworfen. Er witzelte zwar: „Ich hab’ Angst vorm Ball“, fing ihn aber, natürlich, elegant – ein Torhüter-Moment.

Mehr über das Projekt auf www.insafehands.de

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