Bezirk Wanne

Parkplätze und Kirmestoiletten erhitzen in Wanne die Gemüter

Die neue Regelung für die Schalkestraße (Bild) - Parken nur noch auf den Schotterstreifen zwischen den Bäumen, aber nicht mehr auf der Fahrbahn - bringt Anwohner auf die Palme und in die Bezirksvertretung.

Die neue Regelung für die Schalkestraße (Bild) - Parken nur noch auf den Schotterstreifen zwischen den Bäumen, aber nicht mehr auf der Fahrbahn - bringt Anwohner auf die Palme und in die Bezirksvertretung.

Foto: Kim Kanert / FUNKE Foto Services

Herne.  Hoch her ging’s am Dienstag im überfüllten Sitzungssaal der Bezirksvertretung Wanne. Was die zahlreich erschienenen Bürger auf die Palme brachte.

Die allerletzte Sitzung der Bezirksvertretung Wanne in dieser Legislaturperiode ist gleichzeitig eine der bestbesuchtesten gewesen. Rund 30 verärgerte Anwohner der Leitersiedlung kamen am Dienstag ins Rathaus Wanne, um ihrem Ärger über Parkplatzprobleme Luft zu machen. Die Einhaltung der Corona-Regeln wurde dadurch zum Teil außer Kraft gesetzt: Zwar trugen alle Sitzungsteilnehmer Maske, doch das Abstandsgebot konnte die offenbar von dem Andrang überraschte Stadt in dem überfüllten Sitzungssaal nicht sicherstellen.

Erneute Absage an Forderungen der Bürger

Zufrieden gingen die Anwohner der Mathilden- und Schalkestraße nach der rund 75-minütigen, zeitweise hitzigen Diskussion nicht nach Hause. Aus rechtlichen Gründen sei keine Verbesserung der Situation in diesen Einbahnstraßen möglich, beschied die Verwaltung den Betroffenen - so wie sie es bereits im Juni und vor zehn Tagen öffentlich bekundet hatte.

Was für die Anwohner umso ärgerlicher ist, weil das Parken in zweiter Reihe über mehr als 30 Jahren stillschweigend geduldet worden war. Die WAZ kommt in einer der nächsten Ausgaben ausführlich auf dieses Problem zurück, das stellvertretend auch für andere Straßen in Herne steht: Der öffentliche Parkraum reicht vielerorts nicht für die Zahl der Anwohner-Autos aus.

WC-Situation in Crange stinkt Politikern

Kontroversen - zumindest zwischen der Stadt und Teilen der Politik - lösten aber auch andere Tagesordnungspunkte aus. Zum Beispiel: das Toilettenhaus auf dem Cranger Kirmesplatz. Die CDU hatte von Anwohnerklagen berichtet, dass die WC-Anlage nur zu Kirmes- bzw. Veranstaltungszeiten geöffnet sei. Die Folge sei, dass zu den übrigen Zeiten Menschen trotzdem ständig ihre Notdurft in diesem Bereich verrichteten.

Eine ganzjährige Öffnung sei nicht zuletzt aus Kostengründen nicht möglich, erklärte Stadtmitarbeiter Michael Schulz. Der Bereich sei aber ein Kontrollschwerpunkt des Kommunalen Ordnungsdienstes. Das wollte die Politik nicht so stehen lassen. Michael Hörling (CDU) meldete weiteren Klärungsbedarf an. Und Bernd Blech, als Ratsherr der Unabhängigen Bürger Gast der Sitzung, verwies darauf, dass die Stadt seit 2016 den Auftrag habe, ein Toilettenkonzept für die gesamte Stadt zu entwickeln, diesen aber nicht umsetze.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben