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Opel-Fahrer will mit 211.603 Kilometern Tachokönig werden

Klaus-Peter Rische am Steuer seines Opels. Beobachtet wird er von den Glücksbringern seiner Frau: einem Schwein und einem Hund.

Klaus-Peter Rische am Steuer seines Opels. Beobachtet wird er von den Glücksbringern seiner Frau: einem Schwein und einem Hund.

Foto: Rainer Raffalski

Herne.  Klaus-Peter Rische bewirbt sich mit seinem knapp 20 Jahre alten, blauen Opel Astra und 211.603 Kilometern um den Titel „Herner Tachokönig“.

Da steht er, der kleine blaue Opel Astra. Überzogen von einem gelben Pollen-Teppich, ein BVB-Aufkleber auf der Stoßstange, aus einem tiefen Riss am Fahrersitz („vom Ein- und Aussteigen, da kann man nix gegen machen“) quillt das Polster heraus. Klaus-Peter Rische schaut nach dem Fototermin mit der Zeitung noch einmal kritisch über seinen Wagen: „vielleicht hätte ich den vorher doch noch mal waschen sollen.“

Knapp 20 Jahre ist der Opel Astra alt, Familie Rische hat ihn 2007 bei einem Gebrauchtwagenhändler gekauft. Da waren noch knapp 100 000 Kilometer auf dem Tacho, heute stolze 211 603.

Schwein und Hund als Glücksbringer

Bevor er das Auto hatte, ist Klaus-Peter Rische immer mit dem Fahrrad vom Zuhause in Holsterhausen nach Wanne zur Arbeit geradelt. Doch dann wechselte der Lkw-Fahrer den Arbeitgeber, muss seitdem jeden Morgen um 4.30 Uhr nach Dortmund. Sein treuer Begleiter: der blaue Opel.

In der Mittelkonsole überwachen zwei Glücksbringer den Fahrtstil des 57-Jährigen. Der braune Hund und das ehemals rosafarbene Schweinchen baumelten früher am Rückspiegel. „Aber das müssen die Lkw-Kollegen ja nicht sehen“, sagt Klaus-Peter Rische. Die Glücksbringer hat eine Freundin seiner Frau einst verschenkt – für den Vorgänger des Opel.

Neuer Wagen für Familie Rische

„Wir hatten davor einen VW“, sagt Klaus-Peter Rische. „Da war auf einmal ein Loch im Boden, so etwas habe ich noch nie erlebt.“

Knapp 5000 Euro will der gebürtige Gelsenkirchener für den Opel kurze Zeit später bezahlt haben. „Hat sich ja gelohnt.“ Pannen am Autobahnrand, schleifende Bleche oder leckende Leitungen: Diese Probleme hatte Familie Rische mit ihrem Wagen nie. „Der Opel ist so zuverlässig.“ Nur einmal sei der Wagen vor drei Jahren plötzlich ausgegangen. „Doch kaum war der ADAC vor Ort, sprang das Auto an“, sagt Klaus-Peter Rische.

Und wie geht es mit dem Opel weiter? Nun, Familie Rische braucht ein neues Auto, mit dem der Klaus-Peter zur Arbeit pendeln kann. Seine Frau, mit der er seit 35 Jahren verheiratet ist und einen erwachsenen Sohn hat, bekommt den Opel – mitsamt Hund und weiß-rosa Glücksbringer-Schwein: für viele weitere Kilometer.

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