Umweltausschuss

Noch keine Entscheidung über Suez-Erweiterung in Herne

Die Einfahrt der Firma Suez in Herne-Süd.

Foto: Ralph Bodemer

Die Einfahrt der Firma Suez in Herne-Süd. Foto: Ralph Bodemer

Herne.   Darf die Firma Suez in Herne ihre Anlagen ausbauen? Im Mai wollte die Bezirksregierung darauf eine Antwort geben. Die steht weiter aus.

Herne wartet noch immer darauf, ob die geplante Suez-Erweiterung genehmigt wird. „Es gibt noch keinen neuen Sachstand“, sagte Umweltdezernent Karlheinz Friedrichs am Dienstag im Umweltausschuss.

„Es ist gar nicht so schade, dass wir warten müssen“, sagte der Grünen-Ratsherr Pascal Krüger schmunzelnd. Nach dem Motto: Keine Nachricht ist eine gute Nachricht. Eigentlich, so hatte die Bezirksregierung Arnsberg im April gegenüber der Politik angekündigt, wollte sie im Mai bekannt geben, ob sie die Erweiterung der thermischen Behandlungsanlage durchwinkt oder nicht.

Die Erweiterung ist höchst umstritten. Die Bürgerinitiative „Dicke Luft“, im Dezember gegründet, will klagen. In der Suez-Anlage in Herne-Süd würden nicht nur hoch belastete Böden gereinigt, sondern es werde dort unter anderem auch Schutt aus zurückgebauten Atomkraftwerken aufbereitet, heißt es.

Klagen über Geruchs- und Lärmbelästigung

Im Umweltausschuss steht Suez mittlerweile automatisch auf der Tagesordnung. Auch wenn der Umweltdezernent nichts Neues zu berichten hatte, so groß war doch der Redebedarf bei den Kritikern. Grünen-Ratsherr Pascal Krüger fragte nach, ob der Verwaltung oder der Bezirksregierung bekannt sei, dass es im Suez-Umfeld Geruchsbelästigungen gebe. Achim Wixforth, Fachbereichsleiter im städtischen Fachbereich Umwelt und Stadtplanung, antwortete, dass die Stadt im regen Austausch mit Arnsberg sei.

Auch Mitglieder der Bürgerinitiative wollten sich im Umweltausschuss äußern. Das aber lehnte die Politik ab. Dafür ergriff noch einmal Krüger das Wort. Er sagte, dass die Berechnungen von Suez über die künftigen Lkw-Fahrten nicht stimmen könnten und forderte Aufklärung. Auch will er wissen, wie viele Stickoxide durch die Fahrten zur Anlage anfallen und wieviel Lärm verursacht werde. Apropos Lärm: Linken-Ratsfrau Klaudia Scholz kritisierte, das Lkw-Fahrer schon jetzt in der Nacht vor dem Suez-Tor warteten – mit laufendem Motor.

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