Mond-Weihnachtsmarkt

Nikolaus kam über den Kanal und verschenkte 1000 Tüten

Auch Leonie (3) hat eine Geschenktüte vom Nikolaus ergattert.

Foto: Rainer Raffalski

Auch Leonie (3) hat eine Geschenktüte vom Nikolaus ergattert. Foto: Rainer Raffalski

Wanne-Eickel/ Herne.   Der 8. Wanner Mond-Weihnachtsmarkt am Heimatmuseum wurde am Mittwochabend eröffnet. Zum Auftakt kam der Nikolaus – mit 1000 Geschenktüten.

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Viele Menschen, urige Beleuchtung und der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln: Am Mittwochabend startete der Wanner Mond-Weihnachtsmarkt am Heimatmuseum in Unser Fritz. Spätestens um 18 Uhr gab es kaum mehr ein Durchkommen: Tausende Menschen drängelten sich durch das weihnachtlich dekorierte Dorf mit 25 Verkaufsbüdchen.

Grund für den Ansturm: Am ersten Tag des Weihnachtsmarktes lädt Mitorganisator Horst „Hotte“ Schröder traditionell zur Verteilung von kostenlosen Nikolaustüten an Kinder. „Hier geht keinesfalls jemand leer aus“, kündigte Wanne-Eickeler Sänger an, gefolgt vom Applaus des Publikums.

Kinder freuen sich über Stutenkerl und Schokolade

1000 Tüten habe er in diesem Jahr mitgebracht: „2016 war es mit 3000 Besuchern am ersten Tag schon echt voll, aber diesmal ist hier Ausnahmezustand“, sagte Graf Hotte. Er schätzte, dass etwa 5000 Besucher vor Ort waren. Weil es so voll war, begannen die Organisatoren schon etwas früher mit der Tütenverteilung. „Super organisiert. Es ist zwar viel voller als im letzten Jahr, trotzdem haben wir heute überall viel kürzer anstehen müssen“, sagte Besucher Klaus Möllmann.

NIKOLAUS IN HERNE

Der Nikolaus ist mit dem Boot über den Kanal geschippert und hat in Herne angelegt. Für die Kinder hatte er 1000 Tüten dabei.
NIKOLAUS IN HERNE

„Super! Schokolade!“, jauchzte die fünfjährige Felia, als sie in ihre Nikolaustüte guckte. In den Tütenwaren aber nicht nur Schokolade, sondern auch Obst und ein Stutenkerl. Außerdem fanden sich auch Nüsse darin. „Der Wert pro Tüte liegt bei etwa drei Euro, da wir ja in großen Mengen kaufen“, erzählte „Hotte“ Schröder. Er stemmt das Budget, indem er mehrmals pro Jahr nur für diese Aktion singt.

Zum ersten Mal sind zwei Kinderkarussells dabei

Bei diesen Auftritten nehme er statt einer Gage eine Spende – oder eben Waren für die Nikolaustüten an: „Ich sing dann praktisch für Nüsse’“, erklärte er lachend. Zu seinen Beweggründen sagt er: „Ich möchte nicht heilig gesprochen werden oder so, ich möchte einfach, dass alle Spaß haben.“

In diesem Jahr gibt es zwei Neuerungen: Zum ersten Mal hat parallel zum Weihnachtsmarkt das Museum geöffnet: „Das wurde sehr gut angenommen“, erzählte Kurator Ralf Piorr zufrieden. Außerdem gibt es nun zwei Kinderkarussells. „Das war echt schwierig, die zu besorgen, wir sind froh, dass es geklappt hat“, sagte Gerd Herzog von der Mondritterschaft Wanne-Eickel.

Der Nikolaus hatte übrigens keinen einfachen Weg hinter sich: Er kam mit dem Boot über den Rhein-Herne-Kanal geschippert und wurde von begeisterten Kindern empfangen. Von der Anlegestelle ging er zum Weihnachtsmarkt, Fackelträger leuchteten ihm den Weg.

>> MOND-WEIHNACHTSMARKT NOCH BIS SONNTAG

  • Der Wanner Mond-Weihnachtsmarkt am Heimatmuseum (Unser-Fritz-Straße 108) dauert noch bis Sonntag, 10. Dezember. Öffnungszeiten: Freitag 18 bis 21, Samstag 14 bis 21, Sonntag 14 bis 19 Uhr.

  • Der Weihnachtsmarkt ist eine Idee von Horst Schröder und dem Verein „Mondritter“ und findet statt in Kooperation mit dem Museum. Die DLRG stellt einen Sanitäts- und einen Sicherheitsdienst.

  • Organisator Schröder tritt täglich auf der Weihnachtsmarkt- Bühne auf, jeweils für etwa 45 Minuten. Die Verkaufsbüdchen zahlen an die Mondritter eine Spende, die wieder für Aktionen für den guten Zweck eingesetzt werden.

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