Konzert

Neujahrskonzert im Kulturzentrum begeistert Herner Publikum

Neujahrskonzert von Städtischer Musikschule und Herner Symphonikern: Wie üblich waren beide Konzerte schnell ausverkauft.

Neujahrskonzert von Städtischer Musikschule und Herner Symphonikern: Wie üblich waren beide Konzerte schnell ausverkauft.

Foto: Sebastian Mazo Kohn

Herne.  Tradition zum Jahresbeginn: Die Herner Symphoniker begeisterten mit ihrem Neujahrskonzert wieder das (zweimal) ausverkaufte Kulturzentrum.

Seit 20 Jahren erklingen im Kulturzentrum pünktlich zum Jahresbeginn Streicherwände und Paukenschläge. Sie sind fester Bestandteil des Herner Kulturlebens und beliebte Neujahrstradition geworden. Das diesjährige Neujahrskonzert der Herner Symphoniker und der Städtischen Musikschule unter Leitung von Dirigenten Elmar Witt fasste in seinem Programm „Musikalische Kostbarkeiten“ von Franz von Suppé bis Eduard Strauß zusammen.

Und wie zu erwarten, füllten auch in diesem Jahr wieder Zuhörer in eleganter Abendgarderobe den kompletten Saal des Kulturzentrums, wo einmal morgens und einmal am Nachmittag die ersten Töne angeschlagen wurden.

Freudiger Einstieg ins neue Jahr

Die Ouvertüre zur Operette „Pique Dame“ von Franz von Suppé macht mit ihrer freudigen Harmonie nicht bloß gute Laune, sondern gibt auch einen ebenso freudigen Einstieg in das neue Jahr, der mit massig Applaus gewürdigt wird. Dirigent und Musiker der Herner Symphoniker verneigen sich mit strahlendem Lächeln und geben die Bühne für den Leiter der Städtischen Musikschule, Christian Ribbe, frei. In seiner Rolle als Moderator und fachkompetenter Erzähler von Anekdoten, hat er sich längst neben seiner eigenen musikalischen Tätigkeit einen Namen gemacht und er weiß auch heute mit spannendem Hintergrundwissen zu den einzelnen Stücken das Publikum zu unterhalten.

So wechseln sich Ribbe und sein Kollege mit dem Dirigierstab ab, der nach kurzer Stille zwei unheilvoll klingende Celli aus dem Orchester herbeibeschwört, ehe sich sanfte Violinen über sie legen und nach einem emotionalen Auf und Ab, das Interludio aus der Oper „Fedora“ zum „Happy End“ führen. Ungebändigt treibt Elmar Witt die Spielfreude seiner Musiker immer weiter an und scheint sich dabei selbst völlig in den Wellen aus auf ihn einprasselnden Harmonien zu verlieren, von denen jeder einzelne Tropfen bis in die hintersten Reihen geschwemmt wird. Mal sachte fließend, an anderer Stelle hektisch und ekstatisch, laufen die Bögen in gemeinsamer Choreografie über die Saiten; hoch und ab, wie im Gleichschritt.

Mit Enthusiasmus voran

Den Appetit bekomme man beim Essen, erklärt Elmar Witt seine eigene Begeisterung, die er nicht zu verstecken vermag, als er in der Pause kurz durchschnaufen kann: „Es ist wichtig mit einem Lächeln und Enthusiasmus voranzugehen, dann macht auch das Publikum mit“, so der Dirigent der 1996 gegründeten Herner Symphoniker. Die Freude an der Sache ist es auch, die Christian Ribbe antreibt, dessen Lockerheit einfach angeboren sei: „Spontanität gehört natürlich auch dazu, aber all die Hintergrundinformationen habe ich im Vorfeld recherchiert“, so Christian Ribbe.

Am Ende sind es wieder 13 Stücke in bekömmlichen Längen, die dem begeisterten Publikum geboten werden, das dazu aufgerufen ist, das Programm im nächsten Jahr zu mitzugestalten. Dazu liegen Zettel mit unterschiedlichen Komponisten und ihren Stücken im Foyer aus, die angekreuzt werden dürfen. Auch nach 20 Jahren hat das traditionelle Neujahrskonzert nichts an seinem Schwung verloren.

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