Gründerinnen

Neues Tattoo- und Piercingstudio Blattgold eröffnet in Herne

Deborah Sartoris, (l) und Pia Fromm haben in Herne ein Tattoo- und Piercingstudio eröffnet.

Deborah Sartoris, (l) und Pia Fromm haben in Herne ein Tattoo- und Piercingstudio eröffnet.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Herne.  Zwei Frauen aus Herne und Bochum haben in Herne-Mitte ein Tattoo- und Piercingstudio eröffnet. Bei „Blattgold“ soll der Körper veredelt werden.

Blattgold – hinter diesem schlichten Namen verbirgt sich das kreative Unternehmen, das Pia Fromm und Deborah Sartoris, die alle nur Debby nennen, kürzlich gegründet haben. „Man umhüllt sich mit etwas Schönem“, sagt Pia und Debby ergänzt: „Man veredelt den Körper.“

Genau das machen die beiden jungen Frauen in ihrem Tattoo- und Piercing-Studio an der Schulstraße 40. Der Name Blattgold vereine beide Disziplinen und sei darüber hinaus gut verständlich und einprägsam.„Wir stehen für gerade Linien“, betont Debby. Da sieht man auch dem Studio an. Es ist stylisch und gemütlich, ohne unnötiges Brimborium.

Wirtschaftsförderung unterstützte die Frauen bei der Gründung

Eröffnet haben sie es am 1. Juni. Wie es dazu kam, ist schnell erzählt. Beide arbeiteten gemeinsam in einem anderen Studio. Dort lernten sie sich kennen, es entstand eine Freundschaft. „Bei ‘ner Flasche Wein haben wir dann überlegt, dass wir unsere Kreativität anders ausleben möchten“, erinnern sich die Beiden. So entstand im Spätsommer letzten Jahres die Idee, ein eigenes Studio aufzumachen.

Ihre Familie und Freunde haben die 27-jährigen Frauen tatkräftig unterstützt – sei es beim Businessplan oder beim Renovieren des Ladenlokals. „Wir hätten es nicht gemacht, wenn wir nicht gewusst hätten, dass unsere Familien voll hinter uns stehen“, sind sie sich einig. Weitere Hilfe bekamen die Gründerinnen von der Wirtschaftsförderung: „Die waren alle so lieb und haben sich so reingehangen, um uns zu helfen.“

Herner Studio vereint Tattoos und Piercings

Zwar wussten sie, dass es hart wird, aber was am Ende alles anstand, habe sie doch etwas überrannt. Alleine bei der Renovierung gab es viel zu tun, denn das Ladenlokal war vorher ein Sonnenstudio, davor ein Callcenter. Es gab Starkstrom- und zahlreiche Telefonanschlüsse, die erst einmal raus mussten.

Viele Stammkunden des früheren Arbeitsplatzes, der mittlerweile geschlossen ist, halten Pia und Debby die Treue. „Soweit wir es wissen, sind wir die einzigen in Herne, die Tattoo und Piercing vereinen“, sagt die Hernerin Pia. Auch für Bochumerin Debby stand deshalb der Standort Herne fest. „Wir haben so viele Kunden, die nur darauf gewartet haben, dass wir eröffnen.“

Was sie von anderen Studios unterscheide, sei der Umgang mit den Kunden. „Uns geht es nicht um die schnelle Kohle“, betonen beide. Wichtig sei, dass die Kunden zufrieden sind. „Wir kümmern uns um unsere Kunden, auch in der Nachsorge. Das ist leider in der Branche nicht üblich.“ Über eine Notfallnummer seien Pia und Debby erreichbar.

Jedes Tattoo wird von Hand gezeichnet

Auch bei ihrer Arbeit legen sie großen Wert auf Genauigkeit und Qualität. Während Pia, die ursprünglich eine Ausbildung zur Friseurin gemacht hat, das Piercen übernimmt, entwirft Debby Tattoos. Dabei sei kein einziges einfach ausgedruckt, sondern jedes von Hand gezeichnet. „Ich mag naturbelassene Motive und Schriftzüge“, erklärt Debby, die schon früh wusste, dass sie Tätowiererin werden möchte.

Ihre Motive sticht sie in schwarz-grau. „Wer Farbe möchte, sollte lieber zu jemandem gehen, der das mit Leidenschaft macht. Man muss immer hinter seiner Arbeit stehen.“ Das abgefahrenste Tattoo, dass sie je gestochen hat, war ein Tic Tac Toe am Hals. „Ich sage aber auch ganz deutlich, wenn ich etwas nicht machen möchte“, betont die 27-Jährige. So ein Tattoo müsse vertretbar sein. „Schließlich ist man nicht ewig 25.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben