Literatur

Neues Buch führt Leser an vier „grüne Glücksorte“ in Herne

Der Schlosspark rund um das Emschertal-Museum Schloss Strünkede ist ein Ausflugstipp im Buch von Thomas Dörmann. Zurzeit ist das Schloss wegen einer Kunstaktion zum Ende des Kohlezeitalters mit Jutesäcken verkleidet.

Der Schlosspark rund um das Emschertal-Museum Schloss Strünkede ist ein Ausflugstipp im Buch von Thomas Dörmann. Zurzeit ist das Schloss wegen einer Kunstaktion zum Ende des Kohlezeitalters mit Jutesäcken verkleidet.

Foto: Hans Blossey

Herne.   In seinem neuen Buch widmet sich Autor Thomas Dörmann der Landschaft des Ruhrgebiets. 80 Orte bereiste er insgesamt, davon vier in Herne.

„Ist doch alles grau im Ruhrgebiet“ – mit diesem Vorurteil möchte der Autor Thomas Dörmann in seinem Buch „Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet – Geh raus & blüh auf“ ein für alle mal aufräumen. Dafür reiste er durch insgesamt 80 Orte in der Region, vom Landschaftspark in Duisburg bis zur Heesener Lippeaue in Hamm. Und viermal machte Thomas Dörmann auf seiner Reise auch Halt in Herne.

Teutoburgia Kunstwald

Die erste Station in Herne führt Dörmann in die Nähe der alten Zechensiedlung Teutoburgia. Dem Autor nach übrigens „eine der schönsten Zechensiedlungen im Ruhrpott“. Genauer gesagt geht es in den Teutoburgia Kunstwald. Dieser sei für Besucher vor allem lohnenswert, weil er Kunst und Natur miteinander verbindet und so auch Kulturfreunde begeistern kann. Besonders die mit Efeu bewachsene Stahlkonstruktion von Monika Günther am Eingang, die im Buch auch als Bild zu sehen ist, scheint es Thomas Dörmann angetan zu haben. Vielleicht auch, weil sie ihn an den Riesen „Baumbart“ aus „Herr der Ringe“ erinnert, wie er schreibt. „Ein gelungener Empfang, nicht nur für Filmfans“, sagt Thomas Dörmann über dieses Kunstobjekt im Park.

Schlosspark Strünkede

Für eine Zeitreise in die adlige Vergangenheit des Ruhrgebiets empfiehlt Thomas Dörmann einen Sonntagsausflug zum Schloß Strünkede. Wer dort die Augen offen halte, fühle sich zurückversetzt in eine andere Zeit. Besonders den Schlosspark hebt der Autor in seinem Buch hervor: „Ein Schlosspark wie aus dem Bilderbuch, (...) wie gemacht für Zeitgenossen zum Lustwandeln wie die Fürsten.“ Auch Hernes ältestes Bauwerk, die kleine Schlosskapelle, findet in seinem Buch Platz. Sie sei „zu Recht“ ein beliebtes Fotomotiv. Als besonderen Tipp nennt der Autor zudem noch das jährliche Mittelalter-Spektakel auf Schloss Strünkede.

Gysenbergpark

Als besonderes Highlight für Familien mit Kindern schlägt Thomas Dörmann die „Mini-Kirmes“ vor, den Familienpark im Gysenbergpark. Mit Wasserspielen und Karussells kämen dort alle auf ihre Kosten. Aber auch die sportliche Seite des Parks für Jogger, Wanderer und Radfahrer bringt er in seinem Buch zur Sprache. Besonders die vielen Bäume scheinen ihn auf seiner Reise beeindruckt zu haben. So zählt er in seinem Text eine Baumart nach der anderen auf, von der Stieleiche bis zum Spitzahorn. Einen Tipp gibt es vom Autor auch hier zum Schluss: nach dem Spaziergang einfach noch im Lago vorbeigucken.

Berghalde Pluto-Wilhelm

Als letzten Tipp in Herne geht es ins Naturschutzgebiet an der Bergehalde Pluto-Wilhelm. Die „grüne Oase“ mit gut ausgebauten Wanderwegen lade zum Durchatmen ein. Das Ziel der Spaziergänge sollte dem Autor nach das „ganz besondere Bergplateau“ sein. Denn die Aussicht vom höchsten Punkt von Wanne-Eickel gewähre „einen Panoramablick erster Klasse auf die grüne Ruhrgebietskulisse“. Und nicht nur das: einer der besten Tage dort mal einen Abstecher zu machen, sei der Beginn der Cranger Kirmes, „um das Eröffnungsfeuerwerk in Ruhe zu genießen.“


>> WEITERE INFORMATIONEN: Das Buch

Zu jedem der 80 Orte gibt es im Buch neben den allgemeinen Informationen noch ein passendes Bild. Außerdem nennt der Autor die genauen Adressen und meistens auch Möglichkeiten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin zu kommen.

Das Buch „Grüne Glücksorte im Ruhrgebiet – Geh raus & blüh auf“ ist im Droste Verlag erschienen und kostet 14,99 Euro.

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