Börnig

Neuer Standort für Herner Kita-Neubau zeichnet sich ab

Auf dem Gelände der früheren Gärtnerei Schüth an der Castroper Straße 238 soll eine neue Kindertagesstätte entstehen, so die Pläne.

Auf dem Gelände der früheren Gärtnerei Schüth an der Castroper Straße 238 soll eine neue Kindertagesstätte entstehen, so die Pläne.

Foto: Lars Christoph

Herne.   Der umstrittene Kita-Neubau am Else-Drenseck-Seniorenzentrum in Börnig ist wohl vom Tisch. Welcher Alternativstandort nun ins Auge gefasst wird.

Die umstrittenen Pläne für den Bau eines Kindergartens auf dem Gelände des Else-Drenseck-Seniorenzentrums der Arbeiterwohlfahrt Am Katzenbuckel in Börnig sind offenbar vom Tisch. Als Alternativstandort zeichnet sich nun im Stadtteil das Areal der ehemaligen Gärtnerei Schüth an der Castroper Straße 238 ab.

Politik lehnte Pläne für Wohnbebauung ab

Das hat die Stadt nach WAZ-Informationen am Mittwochabend in nicht öffentlicher Sitzung der Bezirksvertretung Sodingen signalisiert. Ins Auge gefasst worden sei von der Awo für diesen Standort die Errichtung eines sechsgruppigen Kindergartens mit einem besonderen pädagogischen Konzept, hieß es. Für das rund 4000 Quadratmeter Areal gegenüber der Realschule Sodingen hatte es bereits konkrete Pläne für eine Wohnbebauung gegeben, die aber bei der Politik auf Ablehnung gestoßen waren. Die 1919 eröffnete Gärtnerei hat 2017 den Betrieb eingestellt. Das Wohnhaus auf dem Grundstück steht nicht unter Denkmalschutz.

Die Awo hatte schon im März auf Anfrage der WAZ erklärt, für den Neubau einer Kita auf der Suche nach einer Alternative zum Standort Am Katzenbuckel zu sein. Wie berichtet, stieß die Planung des Wohlfahrtsverbandes bei Bürgern und Teilen der Politik auf massive Kritik und Widerstand. Anwohner gründeten sogar eine Bürgerinitiative: Sie befürchteten bei Umsetzung dieses Entwurfs ein Verkehrschaos.

Mit Rücksicht auf „laufende Verhandlungen“ wollte die Awo am Donnerstag keine Stellungnahme abgeben. In der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Sodingen am 26. Juni soll der Kita-Neubau erneut auf der Tagesordnung stehen. Der Handlungsdruck ist groß, weil im Bezirk zahlreiche Kita-Plätze fehlen.

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