Umwelt

Neuer Mieter auf Ex-Kost-Gelände sendet positive Signale

Geschäftsführer Hans-Hermann Hüttemann ist mit der Ecosoil Holding  neuer Mieter auf dem ehemaligen Kost-Gelände.

Geschäftsführer Hans-Hermann Hüttemann ist mit der Ecosoil Holding neuer Mieter auf dem ehemaligen Kost-Gelände.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv

Herne.   Das Unternehmen Ecosoil will auf dem ehemaligen Kost-Gelände Bauschutt und Böden aufbereiten - ohne Belastung der Anwohner.

Nach Jahren des Kampfs gegen Geruchsbelästigungen durch die Firma Kost und die Abfallgesellschaft Ruhr (AGR) an der Stadtgrenze Bochum/Herne gibt es positive Signale für die betroffenen Anwohner.

Die Ecosoil Holding, neuer Mieter eines großen Teils des Betriebsgeländes an der Rensingstraße in Riemke, hat angekündigt, an diesem Standort Bauschutt und Böden aufzubereiten. Eine mit Emissionen verbundene Abfallbehandlung werde es nicht geben, kündigte Ecosoil-Geschäftsführer Hans-Hermann Hüttemann bei einem Ortstermin mit der WAZ und Vertretern der Bürgerinitiative IG Gartensiedlung an.

Aus Sicht der IG Gartensiedlung klingen diese Signale sehr vielversprechend. „Wenn die Ankündigungen von Ecosoil in die Tat umgesetzt werden, sind wohl keine Probleme mehr zu erwarten“, sagt Stefan Fleischmann von der IG Gartensiedlung zur WAZ.

Auch in der jüngsten Sitzung des Herner Umweltausschusses machte sich Erleichterung breit ob der Entwicklung auf dem ehemaligen Kost- und AGR-Gelände. Umweltdezernent Karlheinz Friedrichs berichtete, dass die Firma Ecosoil im Rahmen einer Anzeige gemäß des Bundesimmissionsschutzgesetzes gezielt auf die Annahme, Lagerung und Behandlung von Abfällen mit Geruchsrelevanz verzichtet habe. Außerdem sei zu erwarten, dass die künftig eingesetzten Maschinen geringere Schallemisssionen und weniger Staub verursachten als einst bei Kost und der AGR.

Nun müsse sich in der Realität erweisen, ob das Problem wirklich vom Tisch sei, sagte Peter Neumann-van Doesburg (CDU). Und die Umweltausschussvorsitzende Barbara Merten (CDU) kündigte an, dass die Herner Politik aufgrund der Vorgeschichte weiterhin ein Auge auf den Standort haben werde.

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