Shoah-Mahnmal

Nach fünf Jahren: Herner Shoah-Mahnmal wird wieder geöffnet

Das Shoah-Mahnmal auf dem Willi-Pohlmann-Platz in Herne Mitte ist seit mehr als fünf Jahren aus Schutzgründen verhüllt und eingezäunt. Zwischen Februar und Juli 2014 hatten Unbekannte das Mahnmal viermal geschändet.

Das Shoah-Mahnmal auf dem Willi-Pohlmann-Platz in Herne Mitte ist seit mehr als fünf Jahren aus Schutzgründen verhüllt und eingezäunt. Zwischen Februar und Juli 2014 hatten Unbekannte das Mahnmal viermal geschändet.

Foto: Jürgen Theobald

Herne.  Nach fünf Jahren soll das verhüllte Herner Shoah-Mahnmal wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Das Datum steht nun fest.

Viermal ist das Herner Shoah-Mahnmal im Jahr 2014 von unbekannten Tätern geschändet worden, seitdem ist diese Gedenkstätte auf dem Willi-Pohlmann-Platz aus Schutzgründen verhüllt und eingezäunt. Das soll sich nach fünf Jahren und mehr als 1800 Tagen endlich ändern: Die Stadt hat das Datum für die Öffnung des Mahnmals verkündet.

„Am 30. August wird das Shoah-Mahnmal wieder geöffnet“, berichtete Oberbürgermeister Frank Dudda in der jüngsten Ratssitzung. Die Verwaltung plane für diesen Tag einen Festakt, erklärt Stadtsprecherin Anja Gladisch am Donnerstag auf Anfrage. Alle weiteren Details befänden sich zurzeit in der Planung. Auch die Zeiten, wann das Mahnmal, das an die von Nazis ermordeten Herner Juden erinnert, künftig für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird, stünden noch nicht fest.

Ein Tor aus Baubronze

Nach einer nicht pannenfreien mehrjährigen Diskussions- und Planungsphase und dem Bau einer Schutzkonstruktion hat die Stadt im März 2019 mit der Montage dieser aufwendigen Konstruktion begonnen. Das Mahnmal soll künftig durch ein Portalsystem geschützt werden; dabei wird vor und hinter dem Mahnmal jeweils ein Tor aus Baubronze vor die Felder mit den Namen der jüdischen Nazi-Opfer angebracht. Die Tore stehen auf Schienen und lassen sich nach zwei Seiten hin öffnen und (nachts) schließen. Eigentlich sollten die Arbeiten bereits im Juni abgeschlossen sein, so die Stadt im März.

Die Kosten für die vom Rat beschlossene Schutzkonstruktion liegen bei 235.000 Euro.

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