Kultur

Musikschule und das „O“ präsentieren sich in Herne gemeinsam

Musikschule und „O“ feiern gemeinsam: v.l. Michael Barszap, Chris Wawrzyniak, Henrike Dusella, Gerald Gatawis, Carina Langanki, Sylvia Steffan und Christian Ribbe stellten das Programm vor.

Musikschule und „O“ feiern gemeinsam: v.l. Michael Barszap, Chris Wawrzyniak, Henrike Dusella, Gerald Gatawis, Carina Langanki, Sylvia Steffan und Christian Ribbe stellten das Programm vor.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Herne.  Sie sind Nachbarn und jetzt zeigen sie gemeinsam, was sie können: Die Musikschule und das „O“ laden am 6. Juli auf den Schulhof ein.

Was der „Musikschultag“ ist, dürfte sich herumgesprochen haben: Besucherinnen und Besucher können sich an diesem Tag live anhören und anschauen, was in der vorausgehenden Projektwoche der Musikschule erarbeitet worden ist. Ort ist – nach mehreren nicht ganz zufriedenstellenden Versuchen in der Herner City – das eigene Gelände an der Gräffstraße. Das soll auch am Samstag, 6. Juli, so sein, mit einem Unterschied: Diesmal macht auch der kreative Nachbar, „das O“, mit.

„Viel Bühne, viel Musik, viel Aktion“ bringt Musikschulleiter Christian Ribbe das Programm des ersten „Musikschul-und-das-O-Tages“ auf den Punkt. Stattfinden wird er von 11 bis 17 Uhr auf dem Schulhof der ehemaligen Overwegschule (heute „O“), die direkt an die Musikschule grenzt. Beteiligt sind alle Mieter des „Hauses der Kulturen“.

Musik, Wort und bildende Kunst

Musikproduzent Sebastian Maier etwa stellt die Sängerin Ella Porter vor, die zusammen mit der Vibraphonistin Carlotta Ribbe auftritt. Wortlaut Ruhr richtet eine „lyrische Sprechstunde“ ein und lässt den Poetry-Slam-Nachwuchs auf die Bühne. Die U20-Poeten werden von Jule Weber präsentiert. Theater und Musik verbinden sich beim Theater Kohlenpott, das zwei Songs aus „Ich bin Jerry“ ausgewählt hat, dargeboten von Sebastian Maier und Jerome Vazhayil. Clara Kieser trägt ebenfalls drei Lieder vor, es gibt ein Planspiel und Improtheater.

Bunt und lebendig stellt sich die Jugendkunstschule dar. Sie verlegt ihr Atelier auf den Hof, bringt ein Jazz-Tanz-Ensemble mit und ein neues kleines Tanzensemble. Auch die Gesellschaft zur Förderung der Integrationsarbeit in Herne (GFI) macht mit, mit Gesellschaftsspielen, Glücksrad und Popcorn-Maschine. Darüber hinaus sind Stände mit Gegrilltem, Waffeln und Kuchen aufgebaut und eine Hüpfburg. Parken kann man auf dem Schulhof an diesem Tag nicht. Die Musikschule rät dringend zur Anfahrt mit Bus und Bahn oder Rad.

Projektwoche mit 61 ungewöhnlichen Projekten

Wer sich für Musik jenseits des Blockflöten- und Gitarrenunterrichts interessiert, ist in der Woche vom 1. bis 5. Juli in der Musikschule an der richtigen Adresse.

Die alljährliche Projektwoche schafft genau 61 Gelegenheiten, mit anderen zu musizieren, aber auch Instrumente zu basteln, zu komponieren, zu singen oder das Innenleben eines Klaviers zu erkunden. „Das ist immer eine ganz tolle Atmosphäre“, wirbt Christian Ribbe für die Projektwoche. „Alle Projekte sind in der Regel gut besucht.“ Er weiß von einer Frau, die sich eigens eine Woche Urlaub nehme, um an möglichst vielen Projekten teilnehmen zu können. Ribbes Stellvertreter Gerald Gatawis weist insbesondere auf die großen Projekte hin, wenn etwa 200 Gitarrenschüler zusammen Soundtracks aus „Jurassic Park“ einstudieren oder Streicher mit einer Band Pop-Hits spielen.

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