Theater

Mondpalast verspricht für Oktober neue Familien-Komödie

„Der zerdepperte Pott“ im Mondpalast

„Der zerdepperte Pott“ im Mondpalast

Foto: Arne Pöhnert

Herne.   Thomas Rech schreibt und inszeniert das Stück. Was in dem Wanne-Eickeler Volkstheater und bei den anderen freien Bühnen sonst noch ansteht.

Im April feierten die Zuschauer „Herr Pastor und Frau Teufel“, im Oktober jubelte das Publikum über den „Zerdepperten Pott“: Der Mondpalast feierte im vergangenen Jahr gleich zwei Premieren. Beide Stücke liefen nach wie vor sehr gut, versicherte Marvin Boettcher, geschäftsführender Intendant des Volkstheaters, beim Gespräch mit der WAZ über das Jahr 2018: „Wir haben fast jeden Abend Standing Ovations“. Die wünscht sich der Mondpalast auch für sein nächstes Stück, das ab Oktober gespielt wird. Einen Titel gibt es noch nicht, und auch über den Inhalt möchte Boettcher noch nicht allzu viel verraten. Fest steht: Es wird die einzige Premiere in diesem Jahr.

Neue Komödie hat Thomas Rech geschrieben

Der Oktober sei der bessere Zeitpunkt für eine Premiere, hat Boettcher festgestellt, deshalb gebe es in diesem Jahr auch nur die eine Komödie. Sie stammt aus der Feder des früheren künstlerischen Leiters Thomas Rech, der jetzt auch wieder im Mondpalast Regie führt, während sich Ekki Eumann wieder auf das Spielen konzentriert. Rechs Stück sei „so gut wie fertig“, sagt Boettcher, der vom Plot gleich überzeugt war. Geprobt wird das neue Stück nach der Sommerpause. Das Thema will Boettcher noch nicht nennen. Nur so viel: „Es wird eine Familiengeschichte sein, in der die Leute sich und ihre Bekannten wiedererkennen.“ Wie in der „Flurwoche“, in der ebenfalls ganz verschiedene Typen aufeinanderprallen.

Die „Flurwoche“ wird übrigens wie „Ronaldo und Julia“ und „Auf der Wilden Rita“ - das Lieblingsstück von Theater-Chef Christian Stratmann - im Februar im Rahmen eines „Klassik-Blocks“ noch einmal an einem Wochenende gespielt. Mit der „Wilden Rita“ wird gleichzeitig der 67. Geburtstag des Prinzipals gefeiert.

Ensemble gibt Gastspiele in Dortmund

Was gibt es sonst noch Neues? Mit dem „Zerdepperten Pott“ und „Ronaldo und Julia“ gibt der Mondpalast in diesem Jahr Gastspiele in Dortmund, nachdem ein Ausflug des „Revuepalastes“ in die Essener Lichtburg gut angekommen sei. In der Osterzeit überlässt der Mondpalast dann wieder der Amateurtheatergruppe Fidele Horst die Bühne. Weitere Gastspiele im eigenen Haus soll es nicht geben. Marvin Boettcher möchte „die Marke nicht verfälschen“, sprich: Wer zum Mondpalast kommt, soll dort auch eigene Produktionen zu sehen bekommen. „Unser Hauptprodukt ist die Komödie“, sagt er.

Zufrieden mit neuem Ticket-System

Was das Theater nicht daran hindert, andere Formate auszuprobieren. „Im Palast um 11“ etwa ließ 2016 Fernsehgrößen wie Thomas Heinze oder Sabine Postel sonntags vormittags lesen. „Wir sind dabei, ein ähnliches Foyer-Format zu entwickeln“, kündigt Boettcher an.

Mehr als zufrieden ist der geschäftsführende Intendant mit der Einführung des Print-at-Home-Tickets. Auch ältere Zuschauer nutzten seit der Einführung vor einem Jahr die Möglichkeit, sich ihre Eintrittskarte bequem zu Hause auszudrucken. „Fast 40 Prozent der Tickets werden inzwischen über das neue Ticket-System verkauft.“

Theater Fidele Horst probt den „Neurosen-Kavalier“

27 von 48 geplanten Proben bis zur Premiere am 6. April im Mondpalast sind beim Theater Fidele Horst abgehakt. Spielleiter Olaf Weichert ist mit dem Stand der Produktion des neuen Stückes sehr zufrieden. „Alle haben toll und diszipliniert mitgemacht, die Probenarbeit macht viel Spaß“, betont er. „Der Neurosen-Kavalier“ heißt die Komödie in vier Akten. Claudia Terkowski, Jasmin Konieczny, Wiebke Krause-Cords, Dietmar Kraschewski, Sebastian Krug und Christian Weymayr standen auch in den Vorjahren auf der Bühne, Ralf Löchel gibt sein Debüt. Mit dem „Neurosen-Kavalier“ begibt sich der traditionsreiche Verein in die Welt der psychotherapeutischen Praktiken und Theorien. Warenhausdieb Felix Bollmann gerät auf der Flucht vor der Polizei in die Praxis eines verreisten Therapeuten und wird für dessen Vertreter gehalten. Und er feiert therapeutische Triumphe.

Amateurbühne Lampenfieber wählt erst Stück aus

Die Amateurbühne Lampenfieber hat das Stück für 2018 noch nicht ausgewählt. Die Theatergruppe legt ihre Premieren immer in den November, so auch dieses Jahr. Die Spieltermine stehen schon fest: 10. und 11. sowie der 16. und 17. November in der Aula der Realschule Crange. Im vergangenen Jahr präsentierte Lampenfieber die Komödie „Und alles auf Krankenschein“.

Komödie am Park bereitet sich auf „Eine nette Falle“ vor

Nach „Boeing-Boeing“ (2017) kündigt die Eickeler Komödie am Park für 24. Februar die nächste Premiere an: „Eine nette Falle“ mit Klaus Mahlberg und Heike Groß in den Hauptrollen, eine Beziehungskomödie mit allerlei Verwicklungen. Was Mahlberg, der das Stück auch inszeniert, besonders gefällt: Mit Kijara Keppler und seinem Sohn Christopher Mahlberg spielen auch zwei junge talentierte „Eigengewächse“ der Theatergruppe. Kristina Keppler wirkt ebenfalls mit. Bereits im Herbst will die Komödie am Park ein weiteres neues Stück präsentieren.

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