Komödie

Mondpalast probt eine neue Komödie um einen bunten Chor

Das Mondpalast-Ensemble bei der Probe: v.l. Heiko Büscher, Susi Fernkorn, Ekki Eumann, Dominik Brünnig, Melanie Linka, Axel Schönnenberg, Silke Volkner und Andreas Wunneberg.

Das Mondpalast-Ensemble bei der Probe: v.l. Heiko Büscher, Susi Fernkorn, Ekki Eumann, Dominik Brünnig, Melanie Linka, Axel Schönnenberg, Silke Volkner und Andreas Wunneberg.

Foto: Rainer Raffalski

Herne.   „Die (fast) glorreichen Sieben“ erzählt von einer gemischten Gesangstruppe in Gelsentrop-Wattenhausen. Premiere ist im Mondpalast am 11. April.

Er wäre am liebsten Sänger geworden, doch leider habe es ihm an Talent gemangelt: Mit dieser Offenbarung überraschte jetzt der bekannte Ruhrgebietsautor Sigi Domke beim Pressetermin im Mondpalast. „Deshalb freue ich mich immer, wenn die Musik in meinen Stücken eine Rolle spielen darf.“ In Domkes neuer Komödie darf sie mal wieder: „Die (fast) glorreichen Sieben“ erzählt von einem „Chor für alle Fälle“.

Bewohner sind nicht begeistert vom Chorprojekt

Das gemeinsame Singen sei wieder im Kommen, freut sich Domke. Im richtigen Leben wie auf der Theaterbühne, wo sich sieben Menschen für ein Quartiersjubiläum unter der ehrgeizigen Leitung von Dörthe Obermann für ein Stadtteil-Chorprojekt zusammenraufen müssen. Der Stadtteil heißt Gelsentrop-Wattenhausen, und dessen Bewohner sind erst einmal nicht begeistert von der Idee.

Trotzdem trommelt Willi Wollenweber (Axel Schönnenberg) sieben Männer und Frauen zusammen - die allerdings leider alle einen völlig unterschiedlichen Musikgeschmack mitbringen. Können Dörthe und der aus Wien eingeflogene berühmte Dirigent Clemens-Maria Vogel (Andreas Wunnenberg) aus dem bunten Völkchen einen Chor formen? Wollenwebers Frau Gesine (Silke Volkner), Kassenwart Mauritz (Ekki Eumann), Tänzer Berni (Heiko Büscher) sowie Handyhüllen-Verkäufer Manni (Martin Zaik) und die russische Pflegekraft Tatjana (Susi Fernkorn) machen es ihnen nicht leicht. In weiteren Rollen: Dominik Brünnig als Sohn der Wollenwebers und Melanie Linka als Mia-Vanessa.

Die Botschaft: Zusammen kann man mehr erreichen

Die Botschaft, die Sigi Domke - in „America first“-Zeiten - rüberbringen möchte: „Miteinander kann man mehr erreichen als gegeneinander.“ Locker-lustig verpackt, versteht sich, und mit Ruhrgebiets-Lokalkolorit versehen, wie der Name des Schauplatzes schon erahnen lässt.

„Es wird relativ wenig gesungen und selten schön“, korrigiert unterdessen Regisseur Thomas Rech den Eindruck, es könne sich um eine Revue à la „Wat ne herrliche Welt“ handeln. Kern der Komödie ist für Rech: „Eine sehr bunte Truppe muss was auf die Beine stellen, was nicht machbar erscheint, um ihrem Stadtteil Aufmerksamkeit zu verschaffen“. Und das ganze vor dem Hintergrund der nie verwundenen Eingemeindungen im Ruhrgebiet.

Probe im fertigen Bühnenbild von Arke Zeiß

Vier Wochen bleiben bis zur Premiere, der ersten in diesem Jahr, in dem der Mondpalast seinen 15. Geburtstag feiert. Zwei Premieren sollen es künftig immer sein, hieß es am Dienstag. Geprobt wird die neue Komödie ab jetzt im bereits fertigen Bühnenbild von Arke Zeiß, dem Rohbau eines Festsaals mit Treppe, der sich im Laufe des Stücks noch entwickeln soll.

>>> TERMINE & TICKETS

Premiere von „Die (fast) glorreichen Sieben“ ist am Donnerstag, 11. April, im Mondpalast, Wilhelmstraße 26.

Weitere Termine: 12./13. April und 10./11. Mai, 20 Uhr, sowie 14. April und 12. Mai, 17 Uhr.

Tickets für 18,90 bis 44,90 Euro unter WAN 588999 oder www.mondpalast.com

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