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Herne: So bereiten sich die Freibäder aufs Wochenende vor

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Bis zu einer Stunde standen die Besucherinnen und Besucher in Herne am vergangenen Wochenende an, um ins Wananas zu kommen.

Bis zu einer Stunde standen die Besucherinnen und Besucher in Herne am vergangenen Wochenende an, um ins Wananas zu kommen.

Foto: Przybyl

Herne.  Die Herner Bäder bereiten sich aufs nächste heiße Wochenende vor. Was die Bädergesellschaft plant – auch im Rückblick aufs vergangene Wochenende.

Am Wochenende wird es wieder warm in Herne. Am Samstag sind bis zu 27 Grad und Sonne angesagt – das dürfte auch in Herne erneut für volle Freibäder sorgen. Schon am vergangenen Wochenende gab es wegen der hohen Temperaturen einen großen Ansturm.

„An dem langen Wochenende waren von Donnerstag bis Sonntag insgesamt 15.000 Gäste in unseren Bädern“, sagt Bäderchef Lothar Przybyl. Und das führte zu langen Wartezeiten: Am Lago mussten die Gäste eindreiviertel Stunde auf den Einlass warten, auch am Wananas kam es zu Wartezeiten von bis zu einer Stunde. „Dort mussten wir sogar kurzzeitig den Einlass stoppen“, so Przybyl. Dann konnten erst wieder Gäste ins Bad, wenn andere es verließen.

Herner Südpool: Bäderchef rät von Anreise mit Auto ab

Trotz der Menschenmenge, der Hitze und der langen Wartezeiten sei es in den Bädern aber sehr friedlich zugegangen. Anders als in manchen Nachbarstädten – in Bochum beispielsweise provozierten 20 junge Männer die Badeaufsicht, was zu einem Polizeieinsatz führte – ist es in Herne zu keinen Ausschreitungen gekommen. Das habe vor allem an den zusätzlichen Sicherheits-Kräften gelegen, die ein friedliches Miteinander gewährleistet hätten. Sie hätten große Erfahrung in dem Bereich und könnten schnell eingreifen, wenn zu erkennen sei, dass sich Gäste daneben benähmen, sagt Przybyl.

Damit auch am kommenden Wochenende alles reibungslos läuft und die Gäste ihre Nerven nicht vor dem Besuch des Freibades verlieren, hat der Bäderchef ein paar Tipps: Zum einen sollte man frühzeitig kommen, so bekomme man ohne Probleme einen Platz in den Freibädern und verliere keine Zeit in langen Warteschlangen. Zum anderen empfiehlt er vor allem zum Südpool mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, da dort nur eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen zur Verfügung stehe. „Es will schließlich keiner schon bei der Parkplatz-Suche Stress haben“, so der Bäderchef. Beim Wananas und Lago sei die Parksituation entspannter.

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Das Angebot der E-Tickets hätten die Bäder deutlich reduziert. „Wenn diejenigen, die ein E-Ticket haben, an den anderen Leuten in der Schlange vorbeilaufen, die schon lange dort anstehen, könnte es zu Diskussionen kommen“, befürchtet Przybyl.

Freibad-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen unter großem Druck

Das vergangene Wochenende sei hart für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freibäder gewesen. „Mein großes Lob gilt deshalb allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an dem Wochenende drinnen und draußen alles gegeben haben.“ Denn bei so vielen Gästen stünden diese unter einem enormen Druck.

So berichtet er von einem 16-jährigen Jungen, der vom Sprungbrett gesprungen sei, obwohl er gar nicht schwimmen konnte. „Es tauchte nicht mehr auf“, so Przybyl. Mitarbeiter Niklas sei dann direkt hintergesprungen und habe den Jungen gerettet. Als der Junge nachher gefragt worden sei, warum er reingesprungen ist, obwohl er nicht schwimmen kann, habe sich herausgestellt, dass der Junge kein Deutsch sprechen konnte. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen sehr großen Verantwortungsdruck.“

Doch trotz des Drucks kann es am kommenden Wochenende wieder losgehen, sagt Przybyl. „Wir sind für das nächste Sommerwochenende gewappnet.“

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