WAZ-Kritik

Mit „Aloha” gelingt Jungem Ensemble toller Start

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Premiere in den Flottmann-Hallen für 12+, die jüngste und neueste Gruppe vom Theater Kohlenpott. „Es war total cool”.

Anna, Uschi, Yasmin, Sophie, Kathy, Csongor, Sarah, Flo und Lisa wollen einen ruhigen Tag an einem einsamen Strand verbringen. Zuerst scheint auch alles idyllisch, doch dann kommt es unter den Mädchen zu einem Zickenkrieg - um Flo. Der flirtet mal mit jeder, zum Schluss heftig mit Yasmin, der Außenseiterin. Es kommt zum Streit und zu Handgreiflichkeiten. Yasmin fällt ins Wasser und ertrinkt. Die Gruppe beschließt, sich eine Geschichte auszudenken: „Es gab keinen Streit” - die Szene beginnt von vorn, nur, dass diesmal alles eitel Sonnenschein ist. Oder doch nicht? War Yasmins Tod womöglich sogar ein Mord?

Das Ende muss hier offen bleiben. Das Junge Ensemble 12+, die neueste und gleichzeitig jüngste Gruppe des Theater Kohlenpott, feierte am Wochenende mit dem Jugendstück „Aloha” in den Flottmann-Hallen Premiere - und würde das Stück gerne noch häufiger zeigen. Dabei waren sich die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren mitunter gar nicht so sicher, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hatten, das Stück auf die Bühne zu bringen. „Bei den Proben haben wir noch gedacht, das wird ganz schrecklich”, erzählt Zoe Alice Drückler im Anschluss an die zweite Vorstellung. Aber? „Es war total cool.” Tosender Applaus und begeisterte Pfiffe bei beiden Vorstellungen haben die Zweifel schnell vergessen lassen. Außerdem habe alles „ganz gut” geklappt, finden die Jugendlichen. Und auch Gabriele Kloke sowie Till Beckmann vom Theater Kohlenpott, die das Stück des luxemburgischen Schauspielers und Schriftstellers Raoul Biltgen mit dem Ensemble inszeniert haben, waren am Ende begeistert. „Die haben eine unglaubliche Entwicklung gemacht”, sagt Gabriele Kloke. Ein halbes Jahr lang hatte das Ensemble (Charlotte Droste, Zoe Alice Drückler, Natascha Sophia Gaedigk, Sophie Anna Hörner, Veronika Jochim, Lukas Kalinna, Luisa Kempmann, Sattawat Nuthong und Melanie Wein) für das Stück geprobt, sich von der Premiere zur zweiten Vorstellung sogar noch gesteigert. Die jungen Schauspieler haben Samstag zum Beispiel schon ganz locker improvisiert, wenn mal ein Schild umgefallen ist, das nicht umfallen sollte. Für das Publikum jedenfalls gab es ein stimmiges Bild. Es erlebte einen kurzweiligen, vergnüglichen Abend - und darf sich auf eine Fortsetzung nächstes Jahr freuen. Dass es mit dem Ensemble 12+ weitergeht, darüber waren sich die Schauspieler einig: „Auf jeden Fall!”

Kontakt für weitere Aufführungen: 0162/2869037

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