Revierpark

Millionenförderung für Modernisierung des Herner Revierparks

Für die Gestaltung des „Tivolibands“ müssen unter anderem der Kletterturm und Tennisplätze weichen.

Für die Gestaltung des „Tivolibands“ müssen unter anderem der Kletterturm und Tennisplätze weichen.

Foto: Ralph Bodemer / FUNKE Foto Services

Herne.  Nun ist es amtlich: Der Revierpark Gysenberg wird für 5,4 Millionen Euro modernisiert. Das Land erteilte jetzt die Förderzusage. Was geplant ist.

Dicke Finanzspritze für den Revierpark Gysenberg: Der Regionalverband Ruhr unterstützt die Herner Einrichtung mit rund 5,4 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen in den nächsten Jahren die Modernisierung des Parks und zusätzliche Naturpädagogik-, Sport und Freizeitangebote finanziert werden.

Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser hat am Dienstagmittag im Oberhausener Revierpark Vonderort die Förderbescheide für alle fünf Revierparks an den Regionalverband Ruhr (RVR) überreicht. Oberbürgermeister Frank Dudda, der ebenfalls an dem Termin teilnahm, freute sich über die Mittel aus Landes- und EU-Töpfen: „Die Förderung ist ein essenzieller Beitrag, um den Gysenbergpark für die Zukunft noch deutlich attraktiver zu machen.“

Bagger sollen 2020 im Revierpark anrollen

Nach der erforderlichen europaweiten Ausschreibung der Modernisierung und der Vergabe könnten 2020 die Bagger im Revierpark anrollen, berichtet Revierpark-Geschäftsführer Lothar Przybyl im Gespräch mit der WAZ. Die Baumaßnahmen sollen bereits von einer vom RVR noch einzustellenden pädagogischen Fachkraft begleitet werden.

Die Pläne der je zur Hälfte von Stadt und RVR getragenen Revierpark-Gesellschaft sehen unter dem Motto „Natur und Tivoli“ die Gestaltung eines attraktiven Parks für die Freizeitgestaltung, Naherholung und zum Lernen vor. An einer Promenade sollen Bereiche für Sport, Spiel und Freizeit geschaffen oder erneuert werden, der Süden der Anlage soll einen ökologisch-naturpädagogischen Schwerpunkt unter anderem mit einem „Grünen Klassenzimmer“ und einen „Natur-Parcours“ erhalten. Außerdem soll es neue Park-Eingänge geben. Und: Der Zugang an der Eissporthalle soll barrierefrei umgestaltet werden.

Punktlandung für Herne bei der Förderung

Von den Eingängen sollen Besucher auf die künftige Promenade, aufs sogenannte Tivoliband kommen. Die bestehende Achse soll erneuert und verbreitert werden. Dafür sollen unter anderem Tennisplätze und der marode Kletterturm wegfallen. Auch eine neue Beleuchtung ist geplant. Aufgewertet werden soll unter anderem das Beach-Soccer-Feld; außerdem ist ein großer Kinderspielplatz vorgesehen. Die ursprünglichen Pläne für eine Ansiedlung des Circus Schnick-Schnack im Revierpark lassen sich dagegen nicht umsetzen: Die Vorgaben des RVR ließen dies nicht zu, so Przybyl.

Die Förderung bedeutet für Herne beinahe eine Punktlandung: Die bewilligte Summe liegt nur 65.000 Euro unter dem Förderantrag. Der Gysenberg-Geschäftsführer wertet dies auch als Beleg dafür, dass die Stadt inzwischen „in einem guten Dialog“ sei. Das war nicht immer so: Bekanntlich hat der Herner Rat Anfang 2016 entschieden, dass der Park zusammen mit den anderen vier Revierparks von einer RVR-Dachgesellschaft geführt wird. Eine weitere Förderung für den Revierpark Gysenberg war im Ruhr-Parlament wegen dieses Alleingangs nicht unumstritten.

Vor der Modernisierung steht am Gysenberg zunächst noch eine andere Investition an: Im Jubiläumsjahr 2020 soll im Freizeitbad Lago eine neue Event-Rutsche gebaut und auch eingeweiht werden, die vom RVR mit 200.000 Euro gefördert wird. Die Gesamtkosten liegen bei 900.000 Euro.

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