Theater-Premiere

Miese Laune macht kleinen Zuschauern in Herne viel Spaß

Ein Pömpel - und schon hat sich Till Beckmann in eine Kröte verwandelt. Der Dachs (Lin Verleger) bleibt trotzdem mies gelaunt.

Foto: Olaf Ziegler

Ein Pömpel - und schon hat sich Till Beckmann in eine Kröte verwandelt. Der Dachs (Lin Verleger) bleibt trotzdem mies gelaunt. Foto: Olaf Ziegler

Herne.   Das Herner Theater Kohlenpott hat das Kinderbuch „Der Dachs hat heute schlechte Laune“ auf die Bühne gebracht. Und das macht viel Spaß.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Schlechte Laune macht Spaß - mit dem neuen Kinderstück „Der Dach hat heute schlechte Laune“, das das Theater Kohlenpott am Samstag bei Flottmann auf die Bühne gebracht hat - vor einem leider übersichtlichen Premierenpublikum.

Das Stück für Kinder ab fünf Jahren - wer kein Angsthase ist, darf auch schon mit vier Jahren kommen - beruht auf dem gleichnamigen Bilderbuch von Moritz Petz und Amélie Jackowski.

Im Mittelpunkt steht der ansonsten freundliche Dachs, der morgens aufwacht und sehr mies gelaunt ist. Statt in seinem Bau zu bleiben und seine schlechte Stimmung für sich zu behalten, macht er sich auf den Weg durch den Wald und motzt wirklich jeden tierischen Mitbewohner an, der ihm in die Quere kommt. Das hellt zwar die Laune des Dachses auf, doch verdunkelt die Stimmung der anderen Tiere. Der Wald wird von Miesepetrigkeit überzogen - bis der Dachs die rettende Idee hat, wie die gute Laune zurückkehren kann.

Wenige Requisiten wecken die Fantasie

Regisseurin Kama Frankl hat gemeinsam mit den Darstellern Erika Knauer, Till Beckmann und Lin Verleger aus dem Buch ein temporeiches und aktionsgeladenes Bühnenstück entwickelt, das mit allerhand pfiffigen Einfällen aufwartet und den Kindern gleichzeitig eröffnet, wie im Theater die Kunst der Verwandlung funktioniert.

Denn zu Anfang streiten die Darsteller darüber, wer denn in dem Stück die Hauptrolle spielen muss - denn wer will schon einen mies gelaunten Dachs spielen? Als die Wahl auf Lin Verleger fällt, erleben die kleinen Zuschauer dessen Verwandlung in den Dachs mit.

Zahlreiche spektakuläre Breakdance-Einlagen

Das ist eine der Stärken dieser Inszenierung: Maurice Dominic Angrés beschränkt sich in der Ausstattung auf einige wenige Requisiten, mit denen sich die Schauspieler in die verschiedenen Tiere verwandeln. Eine Wollmütze aufgesetzt - schon erwacht das Schaf zum Leben. Und wenn Till Beckmann, der auch als Erzähler fungiert, mit einem Pömpel über die Bühne hüpft, erkennen die Kinder sofort die Kröte. Und im Matsch dürfen die Darsteller auch noch wühlen...

So wird mit einfachsten Mitteln die Fantasie der Kinder auf Reisen geschickt - und bei Fantasie ist der Nachwuchs bekanntlich Reiseweltmeister.

Das sprichwörtliche Tempo bekommt das Stück durch zahlreiche Tanz- und vor allem spektakuläre Breakdance-Einlagen. So verfliegen die etwa 45 Minuten bis zum versöhnliche Ende.

>>INFO

Weitere Vorstellungen findet statt am: Dienstag, 13. Dezember, 10 Uhr; Familienvorstellung am Sonntag, 18. Dezember, 16 Uhr; Montag und Dienstag, 19./20. Dezember 10 Uhr.

Das Stück dauert etwa 45 Minuten, der Eintritt kostet zehn Euro, ermäßigt sechs Euro, Gruppenkarten kosten 5 Euro/Person. Für Gruppen: info@theaterkohlenpott.de, 0162/2 86 90 37.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik