Kleidersammlung

Männerdienst Eickel sammelt zum 100. Mal Kleider für Bethel

Alfons Kortmann (r.) vom Evangelischen Männerdienst Eickel hilft mit anderen Freiwilligen beim Verladen der Kleidersäcke für Bethel.

Alfons Kortmann (r.) vom Evangelischen Männerdienst Eickel hilft mit anderen Freiwilligen beim Verladen der Kleidersäcke für Bethel.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Herne.  Der Evangelische Männerdienst Eickel beteiligt sich seit 50 Jahren an der Kleidersammlung für Bethel. Über 630 Tonnen wurden schon gesammelt.

Von Hosen über Stofftiere bis hin zu Schuhen - bei der Kleidersammlung des Evangelischen Männerdienstes Eickel landen ganz unterschiedliche Spenden in den Sammelsäcken. Zweimal im Jahr ruft der Verein zur Spendenaktion für die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel auf. In der vergangenen Woche feierte die Aktion Jubiläum: Zum 100. Mal hat der Verein für den guten Zweck gesammelt.

„Angefangen hat alles 1968, da wurden die Sammelsäcke noch mit dem Dreirad des Milchbauern abgeholt“, erzählt Manfred Schnarre. Er selbst war vor 50 Jahren noch nicht beim Ev. Männerdienst aktiv, sein Vorgänger hat aber alles genau dokumentiert und die Aufzeichnungen weitergegeben. „Beim ersten Mal haben wir 600 Kilogramm Kleidung gesammelt, mittlerweile sind wir immer so bei über vier Tonnen“, erzählt der 83-Jährige. Seit 1993 ist er im Verein dabei und betreut die Kleidersammlung für Bethel.

Zwölf Tonnen Kleidung durch Geschäftsauflösung

Eine Sammlung ist dem zweiten Vorsitzenden besonders in Erinnerung geblieben: „2004 haben wir besonders viel Kleidung gesammelt, über zwölf Tonnen“, erzählt Schnarre. „Das kam zustande, weil hier eine Frau ihr Geschäft aufgeben musste und die vielen Kleider loswerden wollte. Sie hat sich dann an uns gewandt und wir konnten sie spenden.“

Mit anderen Spenden kann der Verein weniger anfangen: Auch Radios und Heizplatten wurden schon bei der Aktion vorbei gebracht. „Die können wir natürlich nicht gebrauchen“, so Schnarre. Meistens aber ist in den Säcken gut erhaltene Kleidung, die der Verein an Bethel spenden kann. Über 630 Tonnen sind in den vergangenen 50 Jahren zusammengekommen.

Kleidung wird nach Qualität sortiert

Die Fahrer von der Bethel Brockensammlung holen die Altkleider nach jeder Sammelaktion aus Eickel ab und bringen sie zu Sortierbetrieben. Hier werden die Kleider nach Qualität sortiert. Gut erhaltene Anziehsachen werden in den Secondhand-Verkauf von Bethel aufgenommen. Kleidung mit schlechter Qualität wird zum Beispiel zu Putzlappen verarbeitet.

Den Verkauf hat sich auch Manfred Schnarre vor Ort schon einmal angeschaut: „Wenn der Bedarf im Verein besteht, machen wir auch mal einen Ausflug nach Bethel und lassen uns dort eine Führung geben.“ Schließlich sei es auch wichtig zu wissen, wofür man eigentlich sammelt. „Bethel ist wirklich ein ganz eigener Ort für sich, das kann man gar nicht wirklich beschreiben, wenn man es nicht gesehen hat“, so Schnarre.

Bei seinem letzten Besuch vor drei Jahren hat er mit den Verantwortlichen dort über die lange Tradition des Kleidersammelns seines Vereins gesprochen. „Als ich erzählt habe, dass bald die 100. Sammlung ansteht, wollten sie das gerne würdigen“, erinnert sich Schnarre. So haben die Fahrer von Bethel am vergangenen Samstag nicht nur die Kleidersäcke abgeholt, sondern gleichzeitig dem Verein auch eine Urkunde für ihr Engagement überreicht.

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