Buchvorstellung

Lukoschik nimmt Herner mit auf humoristische Kreuzfahrt

Andreas Lukoschik las im Literaturhaus Anekdoten aus seinem Buch „Ist das Schiff schon mal untergegangen?“

Andreas Lukoschik las im Literaturhaus Anekdoten aus seinem Buch „Ist das Schiff schon mal untergegangen?“

Foto: Klaus Pollkläsener

Herne.   Journalist Andreas Lukoschik hat im Herner Literaturhaus sein neues Buch vorgestellt. Es handelt sich um ein humoristisches Kreuzfahrt-Abc.

Sein neues Kreuzfahrt-Abc unter dem Titel „Ist das Schiff schon mal untergegangen?“ hat der Journalist und Autor Andreas Lukoschik am Freitagabend im ausverkauften Literaturhaus vorgestellt.

Auf den Planken, die die Welt umrunden, kennt er sich bestens aus: Der studierte Psychologe Andreas Lukoschik hat die unterschiedlichsten Erfahrungen auf See in seinem neuen Buch von A bis Z zusammengefasst.

Ganz gentlemanlike, mit marineblauem Jackett, Weste und heller Hose, sitzt er entspannt und liest. Und plaudert für seine Zuhörer aus dem Nähkästchen.

Humoristische Beschreibungen findet er bei Buchstabe A für „anlegen“. Was kann man an Bord alles anlegen? Kleidung und Rettungsring natürlich, aber auch das Schiff selbst kann anlegen. Dabei gibt es für Kreuzfahrtnovizen allerdings Feinheiten zu beachten, die Lukoschik mit subtiler Ironie schildert. Und zu manchen gibt es auch Anekdoten. So soll die linke Seite des Schiffes Backbordseite heißen, weil der Steuermann bei seiner Arbeit seinen Rücken, englisch back, nach dieser Seite wendet.

Unter B fällt ihm die Bordbar ein, die als Zentrum des Wassers an Bord ein beliebter Ort ist. Wenn dann schon mal ein unkundiger Neuling „Whisky on the rocks, aber ohne Eis“ bestellt, revanchiert sich der Kellner durch das Servieren immer teurerer Getränke. Ein Schelm, wer Schlimmes dabei denkt. Die Frage nach einem Aperitif beispielsweise eignet sich bestens, um die Fremdsprachenkenntnisse der Passagiere zu testen.

Seeleute reden so unverständlich wie Ärzte

Beschwerden gibt es natürlich auch. So zum Beispiel wenn ein Gast fürchtet, bei Hochwasser durch das Bullauge seiner Kabine nichts mehr zu sehen. Reiseversicherungen sind sehr zu empfehlen, nicht nur, wenn das Gepäck nicht rechtzeitig an Bord kommt, sondern auch, wenn man zum Beispiel beim Wassersurfen das Gebiss verliert. Dann braucht man schon eine positive Weltsicht, um die Kreuzfahrt zu seiner persönlichen Diätreise umzudeklarieren, meint Lukoschik mit einem unmerklichen Schmunzeln. Auch die Kunst des Packens will gelernt sein, sonst wartet man am Abreisetag im Bademantel, bis das Gepäck zurück gebracht wird.

Unter dem Buchstaben R findet sich aber auch ein Eintrag über Reservierungsfanatiker, die zusätzlich zu einer reichhaltigen Auswahl an mehrsprachig gekennzeichneten Handtüchern auch noch auf Fahrradketten und sogar ihre Reisebegleiterin zurückgreifen, um ihren Liegestuhl auf dem Sonnendeck als ihr ganz persönliches Revier zu markieren.

Nicht fehlen darf auch ein Eintrag zu E wie eigene Welt, denn Seeleute reden so unverständlich wie Ärzte, und überhaupt ist das Schiff doch eine Art Insel mit ihren eigenen Gesetzen. Davon können sich die Zuhörer ja vielleicht bei ihrer nächsten Reise selbst ein Bild machen.

>> ZUR PERSON

Autor Andreas Lukoschik ist vielen Gästen bestens bekannt als TV-Moderator, Schauspieler und natürlich Buchautor. Bekannt wurde er der deutschen Öffentlichkeit mit dem TV-Gesellschaftsmagazin „Leo’s“.

Darüber hinaus ist der studierte Psychologe und Grimme-Preisträger, der heute in der Schweiz lebt, Chefredakteur der Zeitschrift Y Mag, die den Kanton Schwyz vorstellen soll, und betreibt seit 20 Jahren eine Agentur für internationales Marketing.

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