Konzert

„Lokalrunde“ mit Special im Pluto: Frauen ließen es krachen

„Lokalrunde“ mit Stereo im Pluto.

Foto: Joachim Hänisch

„Lokalrunde“ mit Stereo im Pluto. Foto: Joachim Hänisch

Herne.   Konzert mit „Female-Fronted Rock“ kam gut an. Auf der Bühne sorgten Stereo,Why Amnesia und Das Weisse Rauschen für eine stimmige Atmosphäre.

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Bei der jüngsten „Lokalrunde“ des Rockbüros Herne standen die Frauen im Vordergrund: Unter dem Banner „Female-Fronted Rock“ spielten im Stadtteilzentrum Pluto die Bands Stereo, Why Amnesia und Das weisse Rauschen.

Stereo aus Münster/Bochum eröffnen den Abend

Den Abend eröffnete die Band Stereo aus Bochum/Münster. Rock spielten sie nicht, eher Indie-Pop. Kurzer Check, ob wenigstens der erste Teil des „Female-Fronted Rock“-Themas der Wahrheit entsprach – ja, da stand eine Frau vorne. Auch ohne Headbanging und krachende Gitarren gefiel es den Zuschauern sehr gut. Stereo ernteten viel Applaus am Ende des 45-minütigen Auftritts.

„Die Idee entstand, nachdem wir Das weisse Rauschen kontaktiert hatten“, erzählte Rockbüro-Chef Jakob Terlau. Die Herner Rockband sei noch nicht im Pluto aufgetreten und das sollte sich ändern. An vorderster Front beim Weissen Rauschen steht Sängerin Diana.

Why Amnesia hatte eine NRW-Premiere im Gepäck

Danach habe das Rockbüro im Umkreis von Herne nach weiblicher Verstärkung gesucht, sagt Terlau. Dabei sei man u.a. auf die Herner Rockband Why Amnesia gestoßen. In der aktuellen Besetzung war es auch für sie die Pluto-Premiere. Frontfrau Shirley feuerte zunächst die Menge im Pluto an, sich zu bewegen („Das ist ein Rockkonzert!“). Mit Erfolg: Zum Ende klatschten und wippten die Gäste zu den Alternative Rock-Klängen. Shirley ging mit guten Beispiel voran und schrie, tanzte und rutschte auf den Knien über die Bühne. Der Duden definiert den Begriff „Rampensau“ so: „leidenschaftlicher Bühnenkünstler“ – passt.

Why Amnesia hatte zudem eine „NRW-Premiere“ im Gepäck – ein Lied, das sie noch nie hierzulande gespielt hatten. Zum Abschluss spielte die Band noch ein Cover des Liedes „Sweet Child o’ Mine“ von den Guns’N’Roses. „Sehr guter Auftritt“, lautete das Fazit von Besucher Bernhard, sein Kollege Klaus war besonders von Shirleys Stimme angetan, die er als sehr stark empfand.

Rund 70 Besucher kamen zur Lokalrunde

Den Abend beendete Das weisse Rauschen. Mit einem herzlichen „Guten Abend, Wanne-Eickel“ begrüßte Sängerin Diana das Publikum. Rund 70 Besucher kamen zur Lokalrunde, damit habe man im Durchschnitt der Konzertreihe gelegen, resümierte Rockbüro-Mitarbeiterin Angelina Ouchani. Der ein oder andere weitere Gast hätte dem Konzert sicher noch gut getan, aber die Atmosphäre stimmte, auch beim „Rauschen“. Die Band wandelte zwischen Alternative Rock und weichen Balladen in Englisch und Deutsch, mit eingestreuten Coverversionen bekannter Rocksongs.

Zum Schluss kommen nochmal einmal die Frauen zu Wort. Denise, Jill und Susi besuchten zum ersten Mal ein Rockbüro-Konzert und ihr Fazit lautete: Daumen hoch, das war gut. Das Rockbüro ließ verlauten, dass eine weitere Auflage von „Female-Fronted Rock“ vorstellbar sei, wenn passende Bands gefunden würden. Also ran die Gitarren, Frauen, damit in 50 Jahren mal ein „Male-Fronted Rock“-Konzert etwas besonderes ist.

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