Literaturnobelpreis

Literaturnobelpreis: Vergabe überrascht auch Herner Experten

Olga Tokarczuk und Peter Handke haben den Literaturnobelpreis gewonnen. Das sorgte auch in Herne für Überraschung.

Olga Tokarczuk und Peter Handke haben den Literaturnobelpreis gewonnen. Das sorgte auch in Herne für Überraschung.

Foto: Reuters Photographer / Reuters

Herne.  Großes Staunen, (noch) leere Regale: Die Bekanntgabe der Gewinner des Literaturnobelpreises löste auch in Herne Überraschung aus.

Die Namen der Gewinner des Literaturnobelpreises haben auch in Herne für Überraschungen gesorgt - insbesondere in einem Fall.

Olga Tokarczuk? Nie gehört

„Ich gebe zu: Olga Tokarczuk habe ich bisher nicht gekannt“, sagt Buchhändlerin Elisabeth Röttsches über die polnische Gewinnerin. Umso besser kennt die Chefin der Buchhandlung Koethers & Röttsches an der Bebelstraße den zweiten Gewinner Peter Handke (Österreich).

„Handke war schon ein großes Thema, als ich noch in der Ausbildung war“, sagt sie. Sie habe über all die Jahrzehnte immer wieder Werke des heute 77-jährigen Autors gelesen. Die Romane könne man aber „nicht eben mal“ weglesen. „Man muss sich darauf einlassen.“

Leser, die sich darauf einlassen und ein Buch Handkes oder auch Tokarczuks in Herne kaufen wollen, müssen sich jedoch zunächst etwas gedulden. „Die Verlage müssen erst mal die Druckmaschinen anschmeißen“, sagt Röttsches. Mit der Lieferung rechne sie in etwa einer Woche. Aktuell habe sie gerade kein Werk der beiden Nobelpreisträger im Bestand.

Kunden der Stadtbibliothek haben es da etwas besser: Sieben Romane von Peter Handkes stehen in Regalen der städtischen Einrichtung. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Nobelpreis-Sieger war auch keines verliehen, so eine Mitarbeiterin zur WAZ. Olga Tokarczuk ist dagegen auch in der Herner Stadtbibliothek (noch) ein unbeschriebenes Blatt. Immerhin: Die Martin-Opitz-Bibliothek am Berliner Platz hat derzeit vier Titel der Polin im Bestand.

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