WAZ öffnet Pforten

Leser besichtigen Pieper-Zentrale in Herne

Foto: Michael Korte

Herne.   Beim Rundgang durch die Zentrale der Parfümerie Pieper in Herne-Baukau durften die WAZ-Leser einmal hinter die Kulissen des Familienunternehmens blicken. Oliver Pieper führte durch ein spannendes Haus.

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Als Oliver Pieper einmal statistisch erheben ließ, wie viele seiner Mitarbeiter „Blaue“ oder „Gelbe“ sind, hätte er danach am liebsten einen Einstellungsstopp für Schalke-Fans verkündet. Das erzählt er nun in der Pieper-Zentrale in Herne-Baukau und natürlich ist es nur ein Scherz. Die Vereinszugehörigkeit sei ihm egal, betont er. Weil die Chefetage dennoch am längeren Hebel sitzt, haben die Pieper-Borussen zumindest das Foyer gut sichtbar mit schwarz-gelben Devotionalien ausgestattet.

24 000 Artikel im Programm

Das ist ohnehin ein echtes Schmuckstück, dieser Eingang: Rechts der Empfang, links die naturbegrünte Wand, auf dem Weg in den ersten Stock, da wo ein Foto jeder einzelnen Pieper-Filiale hängt, säumen große Parfüm-Flakons die Treppenstufen. Da stehen sie nun staunend, die Gäste, die die Parfümerie Pieper im Rahmen der Aktion „WAZ öffnet Pforten“ in ihre Schaltstelle geladen hat. Von hier aus lenken die Brüder Torsten und Oliver sowie Vater Gerd Pieper das Familienunternehmen. Ungewohnte Einblicke sind das in den 1100 Mitarbeiter starken Betrieb, der stetig expandiert, von Ahaus bis Wuppertal.

Es geht in die Warenanlieferung und weiter ins Lager. Vorbei an Kartons, Regalen und Paletten, Parfüm in Hülle und Fülle. „Mein Gott, ist das riesig“, sagt eine Dame, ganz so groß hätte sie sich das nicht vorgestellt. Und weil Pieper 24 000 Artikel führt und seine Filialen einzeln beliefert, gibt es auch eine Halle, in der die Waren dem Bedarf nach zugeteilt werden. „Jeder Standort wird zwei bis drei Mal pro Woche angefahren“, erklärt Oliver Pieper. Zugeordnet werden die Produkte in einfachen Plastikwannen, da werfen alle mal einen Blick rein. So einfach und unkompliziert geht das auch noch bei einem Unternehmen mit mittlerweile 121 Filialen.

„Da vorne ist die Warenwirtschaft“, sagt Pieper, „hier ist der Einkauf.“ Vorbei am Büro der Marketing-Stelle geht es zu den Chef-Büros. Alte, vergriffene Flakons stellen sie hier in den Vitrinen aus. Es gibt viel zu bestaunen und manchen Tipp. „Parfüm am besten im Dunkeln und bei Zimmertemperatur lagern“, rät der Fachmann. Die Runde nickt zustimmend.

Zwischendurch wird's gesellig: Wie er früher mit Spielzeugautos vor der Parfümerie in Wanne-Eickel spielte, erzählt Oliver Pieper, und wie sie seine Oma auf der Straße immer „Frau Seifenpieper“ nannten, hatte der Betrieb doch als Seifengeschäft begonnen. Das kommt an, so wie die Deko-Halle.

Hier entwickeln die piepereigenen Dekorateure den Auftritt in den Filialen. Weihnachtsbäume stehen da schon bereit, es gibt ein Test-Schaufenster, eine Mitarbeiterin schafft Werbeplakate von Dior durch die Halle. „Wo ist denn der Schalke-Schal?“, fragt Oliver Pieper, der hing hier wohl mal. Die Dame zuckt mit den Schultern. Pieper: „Gut, dann können wir ja jetzt einen BVB-Banner aufhängen.“

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