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Lea Sobecki ist neue Chefin der Schüler Union in Herne

Lea Sobecki ist neue Chefin der Schüler-Union.

Lea Sobecki ist neue Chefin der Schüler-Union.

Foto: Rainer Raffalski

Herne.   Lea Sobecki ist neue Vorsitzende der Herner Schüler Union. Ihre wichtigsten Themen sind Schulpolitik und Alkoholabhängige in der Öffentlichkeit.

Wenn Lea Sobecki ihre Hobbys aufzählen soll, braucht sie dazu nicht lange. Denn ihre Freizeit widmet die 19-Jährige ausschließlich der Politik. Auf diesem Terrain beschäftigt sie sich allerdings mit einer ganzen Bandbreite an Themen und Fragen. Engagement und Zielstrebigkeit dürften wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Studentin beim Kreisschülerforum in Sodingen zur neuen Vorsitzenden der Schüler Union in Herne und zur Nachfolgerin von Jascha Hoppe gewählt wurde. Bei der Vereinigung handelt es sich, wie sie erläutert, um einen Arbeitskreis der Jungen Union, Nachwuchsorganisation der CDU. Gleichwohl betont Lea Sobecki, dass die Schüler Union durchaus unabhängig von der christdemokratischen Partei sei.

Unterrichtspläne genauer sichten

Das Interesse der Studentin an der Politik ist vor allem durch Themen aus dem schulischen Umfeld geweckt worden. Beispielsweise widersprach die Behauptung der früheren Landesregierung, der Unterrichtsausfall in Nordrhein-Westfalen liege bei einer Quote von 1,2 Prozent, den eigenen Erfahrungen der Vorsitzenden. Bis zum Sommer hat sie das Gymnasium Wanne besucht. „Die Zahl konnte nicht stimmen“. Gemeinsam mit dem CDU-Politiker Dirk Schmidt setzte sie sich dafür ein, Unterrichtspläne von Schulen in Herne und Bochum genauer zu sichten. „Wir kamen auf einen Ausfall von 12,8 Prozent, und das war noch wohlwollend gerechnet.“

Während Lea Sobecki das Thema Unterrichtssituation an Schulen in NRW bis heute nicht aus den Augen verloren hat, beschäftigt sie sich darüber hinaus und aktuell mit der Schulwegsituation in der Stadt. Dieser Aufgabe widmet sie sich keineswegs allein, sondern findet Unterstützung bei den weiteren Akteuren der Schüler Union. Als problematisch sehen es die jungen Leute an, dass am Busbahnhof oder auch an anderen Haltestellen zahlreiche alkoholisierte Leute anzutreffen sind. Dabei gelte doch eigentlich ein Alkoholverbot für öffentliche Plätze. Über die Situation wolle und müsse man mit dem Ordnungsamt sprechen.

Mehr Menschen gewinnen

Ferner soll nach Ansicht der Vorsitzenden das unterschiedliche Tempo bei der Digitalisierung der Schulen aufs Tapet kommen. Bei einigen Einrichtungen gehören nach Aussage von Sobecki Whiteboards statt Tafel zum Standard, bei anderen mangele es schon bei der PC-Ausstattung. Abhilfe könne man dadurch schaffen, dass die Fördermittel gerechter aufgeteilt würden, betont Lea Sobecki.

Da sie weiß, dass zur Durchsetzung von Zielen möglichst viele Mitstreiter dabei sein sollten, will sie noch mehr junge Menschen für die Schüler Union gewinnen. Einen wesentlichen Beitrag sollen dazu die sozialen Medien leisten, die „wir stärker nutzen wollen“, sagt sie. Auch der eigene Auftritt der Organisation im weltweiten Netz soll noch weiter verbessert werden.

Für maximal 18 Monate gewählt

Aktuell hat die Schüler Union 33 Mitglieder, wobei der überwiegende Teil nicht nur einen Mitgliedsausweis besitzt, sondern sich auch aktiv für die Belange der Organisation einsetzt. „Wir verstehen uns untereinander sehr gut, und deshalb macht auch das Engagement sehr viel Freude.“

Für maximal 18 Monate ist die Vorsitzende gewählt, sie kann aber auch nach einem Jahr aufhören. Die Entscheidung hängt nicht zuletzt von ihrem Studium in Bochum und den Aufgaben ab, die noch politisch auf sie warten.

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