Literatur

Kriminelles Treiben in der „Kammer der Tränen“

Foto: Jürgen Theobald (theo)

Der Autor Ingo-Maria Langen las in der Mayerschen Buchhandlung aus seinem ersten Thriller. Nur weniger Zuhörer lauschten der Lesung.

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Zwischen Schulbüchern und aktuellem Zeitgeschehen hat Autor Ingo-Maria Langen in der Mayerschen-Buchhandlung in Herne-Mitte aus seinem Debüt-Roman „Kammer der Tränen“ gelesen. Es geht um Verbrechen, sündige Gelüste und Korruption im Vatikan.

Die 416 Seiten des Thrillers halten sich dabei minuziös an tatsächliche historische Geschehnisse, welche -- vom Autoren weitergesponnen – ein Geflecht aus undurchdringlichen Vernetzungen krimineller Energie bilden. Die Affäre um Schwarzgeld-Konten und immer wieder auftretender Kindesmissbrauch sind dabei zu viel für den Papst, der zurücktritt und so dem Bösen alle Türen öffnet.

Sein Nachfolger nämlich giert nach Macht und nimmt gerne mal schwarze Koffer von dubiosen Gestalten an, die mindestens mit der Mafia sympathisieren. In all das gerät ein deutscher Priester, der gar nicht weiß, wie ihm geschieht und dessen Anklagen unterdrückt werden.

Langen schreibt dabei handwerklich sauber, wie man es den Auszügen seines Vortrages entnehmen kann. Eigentlich in den Fachbereichen Politikwissenschaften und Pädagogik beheimatet und promoviert, begann sein Schreibprozess vor fünf Jahren, so Langen.

Deutliche Unterschiede zu Dan Brown

Fortan arbeitete er sich tief in die Kriminalgeschichte rund um den Vatikan ein. Das Buch zeige dabei die jüngere Entwicklung des Vatikans und lässt diese dem Leser aus Sicht der Kirche, der Mafia und der Ermittler erleben. Die Nähe zu Dan Brown, der unter anderem in seinem Roman „Illuminati“ ein ähnliches Szenario beschreibt, verschwindet beim zweiten Blick – hat „Die Kammer der Tränen“ doch nichts mit Sektentum oder Okkultismus zu tun. Leider blieben an viele Stühle in der Mayerschen unbesetzt, was aber nichts über die Qualität des Buches aussagt. Das geringe Interesse ist eher auf den noch unbekannten Namen des Autors zurückzuführen.

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