Bildung

Kooperation fördert digitale Bildung an Herner Schulen

Besiegelten ihre Zusammenarbeit in puncto digitale Bildung: v.l. Ulrich Ahle, CEO der Fiware Foundation, und Oberbürgermeister Frank Dudda.

Besiegelten ihre Zusammenarbeit in puncto digitale Bildung: v.l. Ulrich Ahle, CEO der Fiware Foundation, und Oberbürgermeister Frank Dudda.

Foto: Frank Dieper

Herne.  Naturwissenschaftlich orientierte Herner Schulen sollen als erste von der Kooperation mit dem Open-Source-Netzwerk Fiware profitieren.

Unter dem Titel „Weckruf Digitalisierung“ hat die Stadt Herne jetzt eine Bildungskooperation zwischen Herner Schulen und dem Open-Source-Netzwerk Fiware Foundation gestartet. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler auf die digitale Zukunft vorzubereiten. Die Stadt war im Oktober als 300. Mitglied dem führenden Smart-City-Netzwerk beigetreten.

„Über die Zukunft der Gesellschaft entscheidet, wie man digital unterwegs ist“, sagte Oberbürgermeister Frank Dudda bei einem Pressegespräch. Die Kooperation mit der Fiware Foundation sei ein weiterer Baustein für die Stadt Herne auf dem Weg zur Smart-City. „Unser Anliegen ist, diese neue digitale Welt zu den Schülerinnen und Schülern zu bringen“, so Frank Dudda.

Die Fachkräfte von morgen ausbilden

Durch die Bildungskooperation bekommen die so genannten MINT-Schulen mit dem Schwerpunkt Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik von der Stadt Sensoren geschenkt, etwa CO2-Messer, Temperatursensoren oder Luftqualitätssensoren. „Damit wollen wir die digitale Bildung an Schulen fördern und die Fachkräfte von morgen ausbilden“, so Pierre Golz von der städtischen Stabstelle Digitalisierung. Die Schülerinnen und Schüler können mit Hilfe der Sensoren Daten produzieren. „Wir wollen Digitalisierung erlebbar machen“, so Golz weiter. Über „Datenautobahnen“ wie das LoRaWAN könnten die produzierten Daten in eine Plattform gebracht werden. „Hier hilft Fiware, weil sie im übertragenden Sinne dafür sorgen, dass Sensor und Plattform eine Sprache sprechen“, erklärte Golz.

Dazu stelle Fiware Informationsmaterialien und Schulungsmöglichkeiten für das Lehrpersonal. Die Jugendlichen lernten so, „Digitalisierung zu verstehen und zu erkennen, welchen Nutzen sie stiften kann“, sagte Andreas Merkendorf, Leiter des städtischen Fachbereichs Schule.

Schülerprojekte sollen prämiert werden

Die Fiware Foundation unterstützt als gemeinnütziger Verein die digitale Transformation der Gesellschaft. „Als globale Open-Source Entwickler-Community hilft Fiware dabei, Daten-Silos aufzubrechen und Netzwerke aufzubauen“, sagte Ulrich Ahle, CEO der Fiware Foundation. Herne sei die erste Stadt, mit der die Foundation gemeinsam in die MINT-Klassen der Schulen und an die Berufskollegs gehe. Hier werde ein bisher den Universitäten vorbehaltenes Programm erstmals für weiterführende Schulen angeboten und aufbereitet. „Dies ist ein Meilenstein für die Digitaloffensive Schule“, sagte Oberbürgermeister Dudda. „Wir sind auf dem richtigen Weg, unsere Talentförderung weiter zu stärken.“ Die besten Schülerprojekte sollen 2021 prämiert werden.

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