Kita-Cup

Knirpse gehen beim Herner Kita-Cup voller Elan auf Torjagd

Auch Mädchen jagten beim Kita-Cup dem Ball hinterher.

Auch Mädchen jagten beim Kita-Cup dem Ball hinterher.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

Der RSV Wanne hat am Donnerstag erneut den Kita-Cup veranstaltet. 13 Mannschaften gingen voller Eifer auf Torjagd. Und nicht nur Jungen.

In Italien und San Marino läuft zurzeit die U21-Fußball-Europameisterschaft, in Bickern hat am Donnerstag die U7-Meisterschaften stattgefunden. Rasensport Wanne hatte wieder zum Kita-Cup geladen, der inoffiziellen Meisterschaft der Herner Kindertagesstätten.

Bei der 14. Auflage der Veranstaltung jagten 13 Teams dem Ball hinterher - auf Asche, was beim Namen des Veranstalters ein Kuriosum ist.

Alle Mannschaften spielten nach der gleichen Taktik: alle auf den Ball. So entwickelte sich schnell eine Klumpenbildung im Mittelfeld, wenn der Ball irgendwann aus dem Haufen herausrollte stiegen die Chancen auf ein Tor. Zumal die Torhüter in dem fünf Meter breiten Tor noch kleiner wirken als sie ohnehin sind. Hernes Fußballnachwuchs war mit Begeisterung bei der Sache, so begeistert, dass die Knirpse auch jenseits der Auslinien weiterspielten und von Betreuern und Schiedsrichtern gebremst werden mussten. Einigen Kindern merkte man durchaus an, dass sie beim Kita-Cup zum ersten Mal mit dem Fußball in Berührung gekommen sind. Anderen sah man an, dass die schon in einem der Herner Vereine geordnetes Training absolvieren. Andere waren in den Kluften ihrer großen Vorbilder gekommen.

Jeder ist ein Sieger

Zeitgleich mit der U21-Europameisterschaft findet in Frankreich ja die Fußballweltmeisterschaft der Frauen statt. Und auch beim Kita-Cup spielten nicht nur die Jungen. Bei der Kita Langforthstraße gab eins der Mädchen als Kapitänin den Ton an. Nicht nur das. Sie konnte auch gut austeilen. Als der Schiedsrichter sie nach einem Foul ermahnte, flossen erstmal Tränen.

Auch wenn die Jungen den Großteil der Mannschaften bildeten, die Mädchen sind beim Kita-Cup immer unentbehrlicher Bestandteil. Als Cheerleader feuern sie ihre Teams an, doch nicht nur das. Auf der Bühne präsentieren sie die Choreographien, die sie mit ihren Erzieherinnen eingeübt haben. Auch Jungen haben mitgetanzt. Und selbstverständlich jubelten Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten mit. Mit geschätzten 1200 Besuchern über den Tag verteilt ist der Kita-Cup ein Zuschauer-Krösus unter den Fußballereignissen in Herne.

RSV-Mitglied Michael Schikorra moderierte den Kita-Cup während des gesamten Tages. Er sei schon dabei gewesen, als seine eigenen Kinder mitgespielt hatten. Ihm mache der ganze Trubel unheimlich viel Spaß. „Wenn man die Kinder strahlen sieht, ist das das schönste Geschenk.“

Und wer hat am Ende gewonnen und darf den Pokal mit in seine Kita nehmen? Die Antwort: Gewonnen haben alle. Bei der Siegerehrung rief Michael Schikorra jede Kita als erste in ihrer Gruppe auf, dazu gab es eine Medaille - auch für die Cheerleader.

Und der große Pokal? Ging per Losentscheid an die Kita der Arbeiterwohlfahrt. Wer weiß, vielleicht reckt einer der Knirpse von heute in Zukunft mal einen echten Pokal in die Höhe...

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