Kindertagesstätten

Kita-Navigator soll Herner Eltern die Anmeldung erleichtern

Welche Kita ist für mein Kind die Richtige? Der Kita-Navigator soll Eltern bei der Auswahl und Anmeldung helfen.

Welche Kita ist für mein Kind die Richtige? Der Kita-Navigator soll Eltern bei der Auswahl und Anmeldung helfen.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Herne.  Welche Kita ist für mein Kind die Richtige? Ab Oktober soll der Kita-Navigator Eltern bei der Auswahl und Anmeldung helfen.

Bislang war die Kita-Anmeldung meist mit Stress auf vielen Seiten verbunden. Eltern meldeten die Kleinen in zahlreichen Einrichtungen an. Die wiederum mussten nach den Vergaben erst einmal schauen, welche Kinder überhaupt noch ohne Platz waren. Damit soll bald Schluss sein. Ab 1. Oktober geht der Kita-Navigator der Stadt Herne online. Er soll helfen, Ordnung in die Platzvergabe zu bringen.

„Es ist ein schöner Service für die Eltern“, sagt Dezernent Johannes Chudziak. „So müssen sie sich nicht mehr einzeln bewerben, sondern registrieren sich einmal im System.“ Der Kita-Navigator sei ein Instrument, das die Vergabe für Eltern und Kitas übersichtlicher macht. „Wir versprechen uns einiges davon, vor allem eine Entlastung aller Seiten.“

Dem pflichtet Stephanie Jordan, Leiterin des Fachbereichs Kinder-Jugend-Familie, bei: „Unser Ziel ist es außerdem, so früh wie möglich Bedarfe abzufragen.“ So können im neuen System bereits Kinder vorgemerkt werden, die vielleicht erst in einem oder zwei Jahren einen Platz brauchen: „Wenn eine Mutter zum Beispiel für die Zeit nach der Elternzeit planen möchte, kann sie ihr Kind für den entsprechenden Zeitraum vormerken.“ Der Navigator biete eine längere Planungsperspektive. „Zudem erhalten wir bessere Daten für den Bereich U3.“

Übersicht über alle Einrichtungen der Stadt

Doch wie genau funktioniert der Kita-Navigator? Er enthält eine Übersicht und Informationen zu allen 70 Kitas im Stadtgebiet. „Sie können bestimmte Parameter wie Wohnortnähe oder pädagogische Schwerpunkte auswählen“, erklärt Dennis Chrzan vom FB Kinder Jugend Familie. Bei der Zusammenstellung der Steckbriefe der Einrichtungen sei darauf geachtet worden, dass eine gute Vergleichbarkeit möglich ist.

Alle enthalten die gleichen Eckpunkte, auch die visuelle Darstellung sei abgesprochen. Eltern können schließlich bis zu drei Kitas auswählen, müssen ihre persönlichen Daten eingeben und sich registrieren. „Die Kitas bekommen angezeigt, welche Kinder vorgemerkt wurden“, führt Chrzan weiter aus. Dies alles ersetze nicht den persönlichen Besuch der Eltern in den Kitas. „Der Navigator ist als Online-Tool eine gute Unterstützung, aber der persönliche Kontakt ist und bleibt essenziell“, betont Stephanie Jordan. „Wenn ich die Einrichtung und die Mitarbeiter kennengelernt habe, kann ich mein Kind dort unbesorgt abgeben.“

Ein weiterer großer Vorteil des Online-Tools sei die weitere Vorgehensweise. Nach der Platzvergabe und nachdem die Eltern den Vertrag in der Kita unterschrieben haben, werden die Kinder aus den anderen Wartelisten gestrichen. Somit entfalle das mühselige Vergleichen der Wartelisten und händische Rausstreichen. „Bislang standen die Kinder meist auf fünf bis acht Wartelisten. Das hat damit ein Ende.“ Die Erfahrungen aus anderen Städten, die das System schon länger benutzen, bestätigen dies. „Wir stehen im regen Austausch mit Castrop-Rauxel und Recklinghausen und konnten von deren Erfahrungen profitieren.“

Nicht-virtuelle Beratung weiterhin möglich

Wer sich einmal im Kita-Navigator registriert hat, kann auf Wunsch den Stand seiner Vormerkung online einsehen. Dazu gibt es einen persönlichen Zugang in einen passwortgeschützten Bereich. Hier landen auch Mitteilungen wie eine Einladung zum Kennenlernen oder eine Zusage für den Kitaplatz. Dies ist aber kein Muss. Wer möchte, kann diese Infos auf dem postalischen Wege erhalten.

„Natürlich möchten wir Eltern nicht außen vor lassen, die keinen Internetzugang haben oder sich nicht so gut mit dem Navigator zurechtfinden“, betont Oberbürgermeister Frank Dudda. Deshalb gebe es zusätzlich ein niederschwelliges Angebot. Eltern können sich zur Beratung in der Kita ihrer Wahl vormerken lassen oder mit Termin eine Beratung bei der Servicestelle im Familienbüro wahrnehmen. Außerdem stehe Jasmin Hanke, ebenfalls vom Fachbereich Kinder Jugend Familie - Müttern und Vätern zur Seite. „Ich helfe bei Fragen, Verständnisproblemen und gebe Hilfestellung beim Ausfüllen“, betont sie. Auf der Seite des Kita-Navigators gebe es ein Feld mit dem Namen „Die kluge Eule“: „Hier findet man alle Kontaktdaten, die zu mir führen.“

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