Wetterrückblick

Kein „goldener Oktober“: In Herne hat es häufig geregnet

Der Regenschirm war im Oktober ein treuer Begleiter.

Der Regenschirm war im Oktober ein treuer Begleiter.

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Herne.  Von sommerlich warm bis frostig kalt – das Wetter in Herne hat sich im Oktober wechselhaft präsentiert. Das sind die Werte der Wetterstation.

Nach unterkühltem Start hat uns der Oktober bis zur Mitte noch zwei Sommertage mit Höchsttemperaturen über 23 Grad beschert, und auch nachts war es da mit über 15 Grad angenehm warm. Danach schwankten die Temperaturen zwischen angenehmen 15 bis fast 20 Grad, bevor sie sich zum Monatsende auf einstellige Werte unter zehn Grad abkühlten.

Dann wurde es auch nachts empfindlich kalt, und in den letzten zwei Nächten fielen die Temperaturen mit 0,3 Grad und -1,1 Grad sogar in den frostigen Bereich. Dennoch lagen die Durchschnittstemperaturen tagsüber und nachts etwas über den Vergleichswerten der vergangenen 29 Jahre, so dass es insgesamt mit 11,6 °C mal wieder, dieses Mal allerdings lediglich um 0,4 °C, zu warm war.

Von wegen Goldener Oktober

Der allseits ersehnte „Goldene Oktober“ stellte sich aber nicht so richtig ein, da es hierfür zu feucht war, und auch die Sonne versteckte sich oft hinter Wolken. Immerhin über 85 Liter Niederschläge je Quadratmeter registrierte die Wetterstation der Mont-Cenis-Gesamtschule in Sodingen und somit genau zehn Liter je Quadratmeter mehr als eigentlich zu erwarten gewesen wäre. Dies ist nach März erst das zweite Mal in diesem Jahr, dass die monatliche Niederschlagsmenge über den langjährigen Referenzwert lag.

Kein Wunder, dass bei so viel Regen wenig Sonne zu sehen war: Lediglich 83 Stunden lang, also weniger als drei Stunden täglich, schien die Sonne. Das sind knapp dreiviertel der sonst im Oktober üblichen Sonnenscheindauer, und in den vergangenen 27 Jahren wurde dieser Minimalwert nur einmal unterboten. Zum Vergleich: Im „Goldenen Oktober 2018“ schien die Sonne mit 166 Stunden genau doppelt so lang.

Schüler der Mont-Cenis-Gesamtschule werten die Daten der Wetterstation, installiert auf dem Schuldach, aus. Lehrer Joachim Lilei verfasst einen monatlichen Bericht für die WAZ. Aktuelle Werte gibt’s auf der Homepage der Schule.

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