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Kampagne gegen Verrohung: Herne fordert mehr Respekt ein

Die Stadt hat am Dienstag vor dem Rathaus die Kampagne „Herne mit Respekt“ gestartet. Knapp 300 Menschen folgten der Einladung des Oberbürgermeisters.

Die Stadt hat am Dienstag vor dem Rathaus die Kampagne „Herne mit Respekt“ gestartet. Knapp 300 Menschen folgten der Einladung des Oberbürgermeisters.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

Herne.  Die Stadt Herne hat am Dienstag eine Kampagne gegen Respektlosigkeit und die Verrohung der Gesellschaft gestartet. So geht es weiter.

Die Stadt hat am Dienstag vor dem Herner Rathaus den Startschuss der Kampagne für mehr Respekt und gegen jegliche Form von Gewalt gegeben.

Auf Initiative von Oberbürgermeister Frank Dudda trafen sich am Nachmittag knapp 300 Mitarbeiter der Stadt, der Polizei, der Feuerwehr und der Stadttöchter sowie alle Mitglieder des (im Anschluss tagenden) Rates, um der Öffentlichkeit erstmals das neue Kampagnenlogo zu präsentieren. Der OB will mit dieser längerfristigen Aktion ein deutliches Zeichen setzen.

Einrichtung einer zentralen Meldestelle

„Immer häufiger sehen wir uns mit Vorkommnissen konfrontiert, die Ausdruck einer massiven Verrohung gesellschaftlicher Umgangsformen sind“, so Dudda. Das Spektrum der Übergriffe reiche von verbalen Entgleisungen bis hin zu tätlichen Angriffen - gegenüber Stadtmitarbeitern ebenso wie gegenüber gesellschaftlich engagierten Bürgern und den politischen Repräsentanten.

Mit der Kampagne wolle die Stadt mehr Respekt für „die nicht immer einfache Arbeit“ einfordern. In der Verwaltung werde in zwei bis drei Wochen eine zentrale Stelle eingerichtet werden, bei der Beleidigungen gegen städtische Mitarbeiter gemeldet werden können, kündigte Dudda an. Wenn diese Meldungen strafrechtlich relevant seien, würden sie an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet.

Es gelte nun, intensive Gespräche zu führen, um ein breit getragenes Verständnis darüber zu entwickeln, wie künftig in Herne miteinander geredet und gelebt werden solle. Alle Bürger seien dazu eingeladen, sich der Kampagne „Herne mit Respekt“ anzuschließen, so der Oberbürgermeister.

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