Besuch

Kama Frankl-Groß berichtet über ihren Weg zur Künstlerin

Gast im Kreativ-Quartier: Kama Frankl-Groß (r.).

Gast im Kreativ-Quartier: Kama Frankl-Groß (r.).

Foto: Joachim Hänisch

Herne.   Die Künstlerin Kama Frankl-Groß war zu Gast in den Wanner Werkstaetten. Warum sie heute ein gutes Zeitmanagement braucht.

Auf Einladung der Wanner Werk­staetten ist Kama Frankl-Groß am Mittwoch zu Gast im Kreativ-Quartier gewesen. Die Künstlerin (32) erzählte im Rahmen der Reihe „Im Gespräch mit . . .“ von ihren Erfahrungen als freie Künstlerin und stellte sich den Fragen der Besucher.

Beim Zirkusprojekt sprang der Funke über

Bereits als Kind habe die Kunst ihr Interesse geweckt. „Mein Vater hatte ein Theater in Warschau“, sagte die gebürtige Recklinghäuserin. In der Herner Hiberniaschule nahm sie in der siebten Klasse an einem Zirkusprojekt teil – da sprang der Funke über. Tanz wird ihr Ding. Mit 17 Jahren organisierte sie ein Tanzfestival in der Schule, mit Rap-Musik. Während ihres Studiums der Theaterwissenschaft an der Ruhr-Uni arbeitete sie parallel an verschiedenen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Bald realisierte sie ihr erstes Theaterstück: „Mein Herz ist grün.“

Und dann ging alles schnell. Nach Praktika landete sie beim Herner Tanzverband Pottporus, wo Leiter Zekai Fenerci sie mit vielen Aufgaben betraute. „Ich bin voll eingestiegen“, berichtete sie mit leuchtenden Augen. Für Pottporus hat sie vier Stücke inszeniert. Nachdem sie 2014 Christopher Deutsch vom Herner Circus-Schnick Schnack kennengelernt hatte, gründete sie mit ihm das junge Ensemble „Ensample“. Hier kommen Tänzer mit professionellen Choreographen und Regisseuren zusammen, um Stücke für „Die Aula - Junge urbane Bühne“ an der Cranger Realschule zu kreieren.

Gutes Zeitmanagement ist nötig

Eine Bürgerin fragte nach ihrem Zeitmanagement. Frankl-Groß sagte: „Ich arbeite gut unter Stress.“ Man müsse die Sachen nacheinander erledigen. Klar wurde, dass Beziehungen zu Kreativen von Vorteil sind. „Netzwerke“ nennt man das heute. 2017 erreichte sie ein Anruf vom Kulturbüro, das sie um Mitarbeit bat. Sie nahm an, halbe Stelle. „Ich wollte etwas Beständiges haben“, sagte Frankl-Groß. Heute arbeitet sie im Fachbereich „Interkulturelle Flüchtlingsprojekte“.

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