Schulstatistik

Jeder zweite Herner Schüler hat eine Zuwanderungsgeschichte

Fast die Hälfte der Herner Schüler hat mittlerweile einen Migrationshintergrund.

Fast die Hälfte der Herner Schüler hat mittlerweile einen Migrationshintergrund.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Herne.  Immer mehr Kinder und Jugendliche an Herner Schulen haben einen Migrationshintergrund. Fast jeder zweite Schüler hat eine Zuwanderungsgeschichte.

Fast die Hälfte der Schüler und Schülerinnen aus Herne hatte laut einer neuen Schulstatistik im Schuljahr 2018/2019 einen Migrationshintergrund. Dazu gehören nach Angaben des Statistischen Landesamtes 9533 von insgesamt 19.470 Schülern an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Das sind 49 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die eine Schule in Herne besuchen.

Das waren 0,8 Prozentpunkte mehr als im vorherigen Schuljahr 2017/2018. Insgesamt ist der Anteil der Schüler mit Zuwanderungsgeschichte seit dem Schuljahr 2015/2016 in Herne um 7 Prozentpunkte gestiegen.

Unterschiede bei den einzelnen Schulformen

Als Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gälten in der Schulstatistik Schüler, die im Ausland geboren und/oder nach Deutschland zugewandert seien und/oder Schüler, von denen mindestens ein Elternteil im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert sei oder deren Hauptsprache in der Familie nicht Deutsch sei, heißt es in einer Mitteilung des Statistischen Landesamts IT.NRW.

Je nach Schulform unterscheiden sich die Anteile der Schüler mit Zuwanderungsgeschichte an der jeweiligen Gesamtschülerzahl: An den Herner Gesamtschulen liegt der Anteil demnach mit 65,2 Prozent am höchsten, gefolgt von den Realschulen mit 55,6 Prozent und den Grundschulen mit 54,3 Prozent.

In Nordrhein-Westfalen haben 900.000 Schüler und damit mehr als ein Drittel (36,9 Prozent) eine Zuwanderungsgeschichte, wie Information und Technik NRW als Statistisches Landesamt weiter mitteilt.

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