Ausstellung

Irmgard Manz stellt in Herne „Bäume - Räume- Träume“ aus

Die Künstlerin Irmgard Manz stellt „Bäume-Räume-Träume“ in der Galerie Blome aus.

Die Künstlerin Irmgard Manz stellt „Bäume-Räume-Träume“ in der Galerie Blome aus.

Foto: Alexa Kuszlik / FUNKE Foto Services

Herne.  Die Dortmunder Künstlerin Irmgard Manz stellt in der Herner Galerie Blome aus: „Bäume - Räume - Träume“ fußt auf ihren Beobachtungen der Natur.

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Nach längerer Pause hat die Galerie Blome am Sonntag wieder einmal zu einer Ausstellung eingeladen. Die Dortmunder Künstlerin Irmgard Manz hat sie „Bäume - Räume - Träume“ genannt.

Künstlerin geht von der Natur aus

Ausgangspunkt ihrer „Blattwerke“, ihrer Arbeiten auf Papier, ist die Beobachtung der Natur. Vor allem haben es Irmgard Manz Bäume angetan. Mit flüchtigem Strich und lockeren Aquarellfarben zeigt sie in einer Werkgruppe vor allem Äste und Blätter. Da werden die Konturen nur sparsam umrissen. Die Farben legt sie ebenso locker auf das Papier. Sie lösen sich auf, werden von den Konturlinien gehalten oder überlagern sie. Manchmal scheinen sich die Ebene der Zeichnung mit derjenigen der Farbe fast zufällig zu begegnen. So entstehen lichte helle Arbeiten, bei denen die weiße Fläche immer wieder durchscheint.

In einer anderen Gruppe arbeitet Irmgard Manz mit Moorlauge, einer braunen dünnen Flüssigkeit. Schichtenweise wird diese Lasur übereinandergelegt, so dass verschiedene Brauntöne entstehen. Auf diese dunklen Flächen zeichnet Irmgard Manz mit farbigen Kreiden. Gestisch setzt sie immer wieder Linien auf die Fläche. Die können sich überschneiden und überlagern. Fast zufällig entstehen so im Arbeitsprozess Formen, die an Blattwerk oder Äste erinnern. Zugleich wird die Materialität der Kreiden mit zum künstlerischen Element.

Papierreste neu zusammengesetzt

In einer weiteren Gruppe an Arbeiten hat Irmgard Manz die Collage für sich entdeckt. Sie schneidet oder reißt Papierformen aus, die sie neu zusammensetzt. Oft sind es alte Zeichnungen oder eigene Malereien auf Papier, die als Reste in ihren Bildern auftauchen, oder bedruckte Kartons- oder Papierreste. Hierbei bleiben die Aufdrucke bewusst lesbar. Das technische Papier steht hier in einem ganz eigenartigen Gegensatz zur Malerei. Die Worte und Zeichen schaffen eine ganz eigene Formenwelt. Auch orangefarbige dünne Netze oder kleine silberne Formen setzen Akzente. Bei einer Serie von Arbeiten betont Irmgard Manz das Astwerk. Die Oberflächen der Äste werden zu fast abstrakten Strukturen, die in ihrer Farbigkeit die Bildfläche teilen. Bäume sind fast immer Ausgangspunkt. Sie können im Werk von Irmgard Manz mal fast naturalistisch wiedergegeben werden oder sie dienen als Vorwand für farbige Kompositionen und Collagen.

Die Ausstellung „Bäume - Räume - Träume“ ist in der Galerie Blome, Hammerschmidtstraße 16, bis zum 18. Dezember, jeweils Mittwoch von 16 bis 20 Uhr, zu sehen.

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