Stadtumbau Herne-Mitte

In Herne-Mitte wurde die 100. Haus-Fassade verschönert

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Von den Schäden am Putz ist nach der Maßnahme nichts mehr zu sehen. Auch die Verzierungen hat der Maler wieder aufgearbeitet. Eigentümer Hans Werner spricht mit den Verantwortlichen der Stadt über den Ablauf.

Von den Schäden am Putz ist nach der Maßnahme nichts mehr zu sehen. Auch die Verzierungen hat der Maler wieder aufgearbeitet. Eigentümer Hans Werner spricht mit den Verantwortlichen der Stadt über den Ablauf.

Foto: Bastian Haumann

Herne.   200.000 Euro fasst der Fördertopf des Fassaden- und Hofflächenprogramms der Stadt Herne. So können Hauseigentümer teilnehmen.

Es ist bereits die 100. Fassade in Herne-Mitte, die im Rahmen des Stadtumbaus, genauer des Fassaden- und Hofflächenprogramms, neu gestaltet wurde. Es waren die Eltern von Hans Werner, die das Haus an der Siepenstraße 14 im Jahr 1946 kauften. „1948 sind meine Eltern eingezogen, und seitdem ist an der Straßenseite nicht viel gemacht worden“, erklärt Hans Werner, dem das Haus mittlerweile gehört. „Es wurde wirklich Zeit, dass etwas gemacht wird.“

Durch einen Bekannten habe Hans Werner vom Förderprogramm erfahren und den Kontakt zum Stadtumbaubüro aufgenommen. „Das ist der klassische Weg“, sagt Karsten Schröder vom Stadtumbaumanagement. „Wir vermitteln dann an unseren Quartiersarchitekten Peter Kroos weiter.“ Im Beratungsgespräch mit dem Eigentümer werde besprochen, welche Maßnahmen nötig sind. „Hier war der Fall offensichtlich“, sagt Peter Kroos und fügt zwinkern an: „Man darf schon sagen, dass die Fassade im Vergleich zum Umfeld ein Schandfleck war.“

Fördertopf jedes Jahr ausgeschöpft

Ein halbes Jahr habe der gesamte Prozess gedauert - vom Antrag bis zur fertigen Fassade. Eine kleine Verzögerung gab es, weil die erste Malerfirma aufgrund von Kapazitätsproblemen abgesprungen sei. Hans Werner fand jedoch Ersatz, so dass die Arbeiten recht zügig vonstatten gingen: Die Schäden am Putz wurden beseitigt, die Verzierungen restauriert und alles neu verputzt. Bei der Farbauswahl sei das Ehepaar Werner etwas eingeschränkt gewesen, da das Nachbarhaus unter Denkmalschutz steht und damit der Umgebungsschutz greife. „Aber mit der grauen Farbe sind wir sehr zufrieden“, sagt der Eigentümer.

Das Fassaden- und Hofflächenprogramm laufe bereits im vierten Jahr. „Es ist wirklich toll, wie gut die Eigentümer in Herne-Mitte das Programm in Anspruch nehmen“, freut sich Evelyn Scheitler vom Fachbereich Umwelt und Stadtplanung. Pro Jahr stehen über den Fördertopf 200.000 Euro zur Verfügung. Diese seien bislang in jedem Jahr komplett ausgeschöpft worden. Sollte das Jahresbudget schon ausgeschöpft sein, könne man sich für das Folgejahr anmelden. Das Programm soll noch bis zum Jahr 2024 laufen.

200.000 Euro pro Jahr

„Toll ist, dass viele Eigentümer die Gelegenheit nutzen, zusätzliche Maßnahmen durchzuführen, die nicht gefördert werden“, sagt Peter Kroos, der im Rahmen der Beratungsgespräche auch auf Möglichkeiten der energetischen Sanierung oder des barrierefreien Umbaus hinweist. Wenn das Gerüst einmal stehe, ließen viele Fenster austauschen oder Reparaturen am Dach ausführen.

„Ab sofort ist die Kombination zweier Fördertöpfe im Rahmen von Innovation City möglich“, erklärt Achim Wixforth, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Stadtplanung. „Wir möchten die energetische Sanierung und das Stadtumbau-Programm enger verzahnen.“

>> ZUSCHUSS BETRÄGT 50 PROZENT

Im Rahmen des Stadtumbau Herne-Mitte wird die Gestaltung von Fassaden, von Hof- und Gartenflächen sowie Dachbegrünungen gefördert.

Der Zuschuss beträgt 50 Prozent der als förderfähig anerkannten Kosten. Kontakt: Stadtumbaubüro Herne-Mitte, Neustraße 19, HER 988 65 85, Mail: herne@baut-um.de. Sprechzeiten: Dienstag 13 bis 14 Uhr, Donnerstag 17 bis 18 Uhr.

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