Ausstellung

„Im Wind“: Doris Brück stellt im Treffpunkt Eickel aus

Die Künstlerin Doris Brück mit „Incudine“ (links) und „Was nun?" im Treffpunkt Eickel.

Die Künstlerin Doris Brück mit „Incudine“ (links) und „Was nun?" im Treffpunkt Eickel.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

Herne.   Sie konfrontiert malerische Flächen in starken Farben mit gestischen Linien: Doris Brück zeigt eine Auswahl ihrer Arbeiten im Treffpunkt Eickel.

Die Herner Künstlerin Doris Brück zeigt ab Freitag im Treffpunkt Eickel eine Auswahl ihrer Bilder der letzten beiden Jahre. Sie nennt ihre Präsentation „Im Wind“.

Und in der Tat scheinen in einigen Werken flüchtige Momente über die Leinwand zu wehen. Zarte Linien bewegen sich über die Farbflächen. Oft weisen sie über die Ränder hinaus. Bilder erscheinen als Ausschnitt einer größeren farbigen Welt.

In anderen Bildern sind aus den zarten Linien kräftige gestische Striche geworden. Da wirken die Werke, als sei Doris Brück in rhythmischen Bewegungen über die Leinwand gefahren. Mal stockt diese Bewegung und wird dann wieder von Neuem aufgenommen. Manchmal wird der Betrachter fast aufgefordert, dem Weg der Linien zu folgen. Manchmal entdeckt er dabei Anspielungen an natürliche Formen, die aber eher zufällig als gewollt sind. Mal bilden sich spiralförmige Muster oder auch schleifenartige Gebilde aus.

Bilder entstehen völlig spontan

In andere Arbeiten formen sich aus den Linien Buchstaben und Worte. Mal sind sie lesbar, mal lösen sie sich in der Malerei wieder auf.

Doris Brücks Bilder entstehen völlig spontan. Sie macht keine Skizzen oder Entwürfe, sondern lässt sich völlig von dem Augenblick leiten. Ihre Bilder leben aus Kontrasten. Malerische Flächen in starken Farben werden mit gestischen Linien konfrontiert.

In anderen Werken legt sie dünne durchscheinende Lasuren über die Linien und pastose Farbflächen. Da verläuft die Farbe zu flüchtigen Spuren oder setzt sich in Spritzern auf der Leinwand fest. Statische Momente geben den Bildern vorübergehend Ruhe, um dann gleich wieder in scheinbar chaotische unruhige Zonen überzuleiten.

Wechselspiel der Farben

Doris Brücks Bilder leben ganz aus ihren Farben. Das Wechselspiel der Farben unterstützt die Welt der zufällig im Malprozess entstandenen Formen. Durch die unterschiedlichen Farbräume werden verschiedene gefühlsmäßige Zustände angedeutet. „Meine Malerei ist ein dauernder Prozess des Hin und Her“, sagt Doris Brück selbst. Es ist ein Wechselspiel von malerischen und grafischen Elementen, die sich immer wieder gegenseitig beeinflussen. Mal ein zartes Lüftchen, mal aber auch ein starker Orkan.

Zur Künstlerin:

Doris Brück ist 1954 in Mülheim/Ruhr geboren. Sie hat in Heidelberg Erziehungswissenschaften studiert. In den 1980er Jahren hat sie angefangen zu malen. Seither hat sie sich an verschiedenen Malschulen weitergebildet. Doris Brück ist Mitglied im Herner Künstlerbund. Im letzten Jahr hat sie in der Galerie Kunstpunkt des Herner Künstlerbundes ausgestellt.

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