Gewerkschaft

IG Metall verkleinert sich: Neue Räume offiziell eröffnet

Eva-Maria Kerkemeier, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bochum-Herne (Mitte), überreichte eine Spende in Höhe von  1229,63 Euro an Susanne Habicht (li.) und Karin Wegner vom Verein „Oase, der Mittagstisch für Kinder“.

Eva-Maria Kerkemeier, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bochum-Herne (Mitte), überreichte eine Spende in Höhe von 1229,63 Euro an Susanne Habicht (li.) und Karin Wegner vom Verein „Oase, der Mittagstisch für Kinder“.

Foto: Rainer Raffalski

Herne.   Die IG Metall Bochum-Herne hat offiziell ihre neuen Räume in Herne-Mitte eingeweiht. Eine Befragung spült außerdem Gelder in die Kasse der Oase.

Eigentlich ist sie schon im Dezember 2017 in die neuen Räume gezogen. Da aber immer noch hier und da etwas zu tun war, hat die IG Metall Bochum-Herne sie jetzt erst offiziell vorgestellt und den Termin direkt mit einer Spendenübergabe an den Verein „Oase, der Mittagstisch für Kinder“ verbunden.

Der Umzug sei nötig geworden, da die alten Räume an der Schulstraße 24 viel zu groß geworden waren. „Wir hatten dort 250 Quadratmeter und jetzt 45“, erklärt Martina Huber, Verwaltungsangestellte der IG Metall. Die Umstellung der Öffnungszeiten habe bereits im Sommer vergangenen Jahres begonnen, damit sich die Menschen eingewöhnen können. „Früher hatten wir fünf Tage die Woche geöffnet, aber die Nachfrage ist gesunken. Deshalb haben wir auf zwei Tage reduziert.“ Diese Zeiten gelten auch für die neuen Räume an der Viktor-Reuter-Straße 23. Dort steht Martina Huber dienstags vormittags und donnerstags nachmittags für Gespräche bereit.

Befragung wurde 2017 wiederholt

Um ihre Mitglieder mehr an den Prozessen zu beteiligen, hat die IG Metall

Bochum-Herne 2013 erstmals eine Beschäftigtenbefragung durchgeführt. Dabei stellten sie den Mitgliedern Fragen dazu, wie sie sich am Arbeitsplatz fühlen, wie die Arbeitszeit gestaltet werden sollte und wo es Änderungsbedarf gibt. Diese Befragung wurde 2017 wiederholt. „Das sind wichtige Themen, die unsere Mitglieder immer wieder beschäftigen“, betont Eva-Maria Kerkemeier, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bochum-Herne. Vor allem die Themen Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder belastender Schichtdienst verlangten nach flexibleren Lösungen für die Arbeitnehmer: „Die Ergebnisse der Befragung haben wir unserer diesjährigen Tarifrunde zu Grunde gelegt und einiges für unsere Mitglieder erreicht.“

Ausfüllen für den guten Zweck

Doch wie passt die Oase nun in diese Geschichte? „Bei der Befragung spenden wir einen Euro für jeden ausgefüllten Fragebogen an eine Organisation, die die Gesellschaft unterstützt“, erklärt Eva-Maria Kerkemeier. Der Betrag werde noch um einen Prozentsatz der bundesweiten IG Metall ergänzt.

Von den 5000 verschickten Bögen in Herne und Bochum kam die Hälfte wieder. „Wir teilen das Geld immer auf eine Organisation in Herne und eine in Bochum auf.“ In Bochum erhält ein Kinderhospiz die Spende, in Herne freut sich Susanne Habicht von der Oase über den Zuschuss in Höhe von 1229,63 Euro. Der Mittagstisch für Kinder ist rein spendenfinanziert und auf Spenden jeglicher Art angewiesen. „Wir können davon Lebensmittel kaufen, aber auch Spielzeug.“


>> WEITERE INFORMATIONEN: Die IG Metall

Die IG Metall ist vor Verdi mit 2,26 Millionen Mitgliedern (Stand Ende 2017) die größte Einzelgewerkschaft in Deutschland. In Bochum und Herne hat sie 23 000 Mitglieder, davon 4500 bis 5000 in Herne.

In Herne ist das Büro dienstags von 8 bis 12 und donnerstags von 13 bis 17.30 Uhr geöffnet. Telefonisch zu erreichen ist die IG Metall Bochum-Herne unter 0234/96 446-0.

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