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Hernes SPD-Spitze: Eine Parteitags-Bilanz und eine Premiere

Auch die Wahl des neuen Führungsduos Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken stand beim Bundesparteitag der SPD auf dem Programm. Für Herne nahmen Alexander Vogt und Hendrik Bollmann als Delegierte am Berliner Parteitag teil.

Auch die Wahl des neuen Führungsduos Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken stand beim Bundesparteitag der SPD auf dem Programm. Für Herne nahmen Alexander Vogt und Hendrik Bollmann als Delegierte am Berliner Parteitag teil.

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Herne.  Hernes SPD-Chef lobt die sozialpolitischen Beschlüsse des Parteitags. Und sein Vize spielt in der „Spiegel“-Titelstory eine größere Rolle.

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Daumen hoch: Hernes SPD-Parteichef Alexander Vogt hat nach dem Bundesparteitag der arg kriselnden Sozialdemokratie ein rundum positives Fazit gezogen. Insbesondere die Beschlüsse zu Hartz IV und zur Kindergrundsicherung seien wichtig und auch für Herne von Bedeutung, sagte er. Hinsichtlich der Zukunft der GroKo hielt er sich bedeckt. Parteivize Hendrik Bollmann, der wie Vogt am Berliner Parteitag teilnahm, spielt derweil in der „Spiegel“-Titelstory zur SPD eine größere Rolle.

Die Beschlüsse des Parteitags seien richtungweisend und höben die SPD von allen anderen Parteien ab, erklärte Vogt nach dem dreitägigen Parteitags-Marathon auf Anfrage der WAZ. Auf die Frage, ob diese Inhalte in der Großen Koalition mit der Union denn umsetzbar seien, schaltete der Landtagsabgeordnete in den Diplomaten-Modus. Das werde sich zeigen, antwortete er.

Serdar Yüksel scheitert bei Vorstandswahl

Das Wahlergebnis für das neue Führungsduo Saskia Esken (75,9 Prozent) und Norbert Walter-Borjans (89,2) bezeichnete Alexander Vogt als „sehr gut“. Durchgefallen bei der Wahl zu den Beisitzern im Bundesvorstand ist derweil sein Bochumer Landtagskollege Serdar Yüksel, in dessen Wahlkreis auch der Herner Stadtbezirk Eickel liegt. Der 46-Jährige Chef der Arbeiterwohlfahrt Bochum/Herne scheiterte bei seiner ersten Kandidatur für die Parteispitze.

Auch Hendrik Bollmann feierte eine Premiere. Der stellvertretende SPD-Chef in Herne ging bei seinem ersten Bundesparteitag direkt für die Ruhr-SPD in der von Phoenix live übertragenen Debatte zum Leitantrag in die Bütt, sprich: ans Rednerpult. Bollmann warb dafür, armen Städten wie Herne nicht nur Schulden zu erlassen, sondern sie auch dauerhaft von hohen Sozialkosten zu entlasten. Dieser Änderungsantrag wurde angenommen.

„Spiegel“ besucht Hendrik Bollmann in Röhlinghausen

In der neuen Ausgabe des „Spiegel“ kommt Bollmann als Mann der Basis ebenfalls zu Wort - mit deutlicher Kritik an der Parteispitze. „Was mich am meisten ärgert“, zitiert das Nachrichten-Magazin den 37-Jährigen unter anderem, „ist, wenn ich von der Bundesspitze Sprüche höre wie ,Die Basis motzt, aber versteht nix’.“ Der „Spiegel“ hatte den „sportlichen Hauptschullehrer“ in dessen Röhlinghauser Kleingarten besucht und auch dort fotografiert. Die Bildzeile trägt das Zitat: „Wir halten hier gerade den Damm“.

Auch in den sozialen Medien waren Bollmann und Vogt am Wochenende sehr präsent. Alexander Vogt fasste beispielsweise auf Facebook in kurzen Video-Clips die Parteitagsbeschlüsse zusammen. Und Bollmann kommentierte auf Facebook nicht nur den Verlauf des Parteitags, sondern auch einige Reaktionen der Medien. Er warf Jan Fleischhauer vom „Focus“ vor, das Niveau bisheriger SPD-Untergangsszenarien noch zu unterbieten und „völlig enthemmt“ zu sein. Anlass: Fleischhauer hatte geschrieben, dass die neue SPD-Chefin Saskia Esken ihn an eine „sadistische Gemeinschaftskundelehrerin“ erinnere.

Selfie mit Walter-Borjans im Hotelaufzug

Trotz des großen Programms blieb auch noch Zeit für Selfies. Hendrik Bollmann postete ein gemeinsames Foto mit Esken. Und Alexander Vogt stellte auf seine Facebook-Seite ein im Hotel-Aufzug aufgenommenes Selfie mit Norbert Walter-Borjans: „Ich habe ihn dort am Samstagmorgen um 7.30 Uhr getroffen“, so Vogt über seinen Schnappschuss.

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