Parlamentswahl

Hernes Partnerstadt Hénin-Beaumont wählt Marine Le Pen

Marine Le Pen lässt sich nach der Wahl von ihren Anhängern feiern. Hénin-Beaumonts Bürgermeister Steeve Briois (rechts) applaudiert.

Foto: dpa/Michel Spingler

Marine Le Pen lässt sich nach der Wahl von ihren Anhängern feiern. Hénin-Beaumonts Bürgermeister Steeve Briois (rechts) applaudiert. Foto: dpa/Michel Spingler

Herne.  Front-National-Chefin Marine Le Pen gewinnt die Wahl in Hernes Partnerstadt Hénin-Beaumont. Die Ultrarechte zieht erstmals ins Parlament ein

Bei den französischen Parlamentswahlen hat Hernes Partnerstadt Hénin-Beaumont – wie schon bei den Präsidentschaftswahlen – klar rechts gewählt. Front-National-Chefin Marine Le Pen holte im zweiten Wahlgang 65,97 Prozent der Stimmen, ihre Kontrahentin Anne Roquet von Emmanuel Macrons Partei La République en Marche holte 34,03 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,37 Prozent.

Im gesamten Wahlkreis „Département Pas-de-Calais“ kam Le Pen im dem zweiten Wahlgang auf 58,60 Prozent. Damit zieht die ultrarechte Populistin Le Pen erstmals ins französische Parlament ein. In einer ersten Runde hatte Le Pen in ihrem Wahlkreis nur 46,02 Prozent der Stimmen geholt. Ihr eigentliches Wahlziel – einen Sieg bereits im ersten Wahlgang – verfehlte die FN-Politikerin damit.

Zur Erklärung: Die Abgeordneten werden in Frankreich in zwei Wahlgängen gewählt. Wer im ersten Wahlgang nicht mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen gewinnt, muss in einem zweiten Wahlgang antreten. Dabei reicht auch die relative Mehrheit.

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