Neujahrsempfang

Hernes OB Dudda: Stadt ist bereit für den „Grünen Deal“

Hausherr Frank Dudda stand im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Stadt Herne. Dabei skizzierte der OB vor über 300 Gästen seine Idee eines „Grünen Deals“ für Herne.

Hausherr Frank Dudda stand im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Stadt Herne. Dabei skizzierte der OB vor über 300 Gästen seine Idee eines „Grünen Deals“ für Herne.

Foto: Klaus Pollkläsener / Foto Funke Services

Herne.  In Herne stieg am Montag der Neujahrsempfang der Stadt. OB Frank Dudda erklärte dabei, dass die Stadt bereit sei für den großen „Grünen Deal“.

„Herne ist bereit für den großen Green Deal“: Das sagte Oberbürgermeister Frank Dudda beim Neujahrsempfang am Montagabend im Herner Rathaus. Eingeladen hatte die Stadt dazu über 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, Kirchen und Vereinen. Ihnen erklärte der OB, wie Herne einen „grünen Deal“, also eine ökologische Wende, meistern kann.

Der so genannte Stadtempfang fand am Montag zum fünften Mal im Januar statt. OB Dudda hatte ihn nach seiner Wahl 2015 für geladene Gäste eingeführt; das Treffen gilt als das größte und wichtigste gesellschaftliche Ereignis in Herne. Im Mittelpunkt steht traditionell der Oberbürgermeister. Er lässt das vergangene Jahr Revue passieren und schaut nach vorne. In diesem Jahr gab es eine Neuerung: Statt in einer Rede sprach der OB in einer Talkrunde, geleitet von Moderator Martin von Berswordt-Wallrabe. Anschließend ging es ans Büfett, und die Besucher verteilten sich in den Rathausfluren zu Gesprächen.

Dudda verweist auf „grüne Infrastruktur“

Duddas Botschaft in diesem Jahr lautete: Die Stadt ist bereit für den „Green Deal“, also die ökologische Wende der Industriegesellschaft, den die EU ausgerufen hat – aber mit der Industrie, stellte er klar. Außer Frage stehe für ihn der Kampf gegen den Klimawandel und die globale Erwärmung. Zugleich müsse die Stadt aber auch ihre „Zukunft bauen“, sprich: Arbeitsplätze schaffen in wichtigen (Zukunfts-)feldern.

Und dabei sei Herne auf einem guten Weg. „Das ist Ihr Verdienst“, sagte Dudda in Richtung Gäste. So sei die „grüne Infrastruktur“ längst ein großes Thema, so der OB mit Verweis unter anderem auf das Klima-Projekt „Innovation City“, mit dem Häuser in Herne-Mitte klimagerecht umgebaut und Tonnen an Treibhaus-Emissionen gesenkt werden. In naher Zukunft wolle die Stadt drei neue Parks schaffen: an der Klosterstraße in Holsterhausen, an der Nordstraße (nahe der Grundschule Ohmstraße) und am Rhein-Herne-Kanal. Auch pflanze allein die Stadt in diesem Jahr 40.000 neue Bäume.

Zukunftsunternehmen ziehen Wissenschaft nach sich

Zum „Grünen Deal“, so der OB, gehöre aber auch, moderne Technologien anzusiedeln. Auch dabei sei Herne auf einem guten Weg. Beispiel: Ab März wird Herne Autostadt, dann würden in Wanne Elektro-Fahrzeuge produziert. Auch habe es Herne geschafft, eine „weltumspannende Digitallogistik“ in die Stadt zu holen – zuletzt durch die Logistik-Unternehmen Duvenbeck und Nordfrost. Daran will Dudda anknüpfen, etwa durch die riesige geplante Internationale Technologiewelt auf der Zechenbrache Blumenthal, die ein Musterbeispiel sei für den „Grünen Deal“ der EU. Die Technologiewelt, bekannte er, koste aber „viel Geld und viel Schweiß.“ Das freilich sei gut investiert: Zukunftsunternehmen, so der OB, zögen nicht zuletzt Wissenschaft nach sich. Hier hofft er auf weitere Hochschuleinrichtungen für Herne.

Konkret kündigte Dudda an, dass in Bickern im Schatten des ehemaligen Förderturms von Zeche Pluto investiert werden soll: Die Wanne-Eickeler Unternehmensgruppe Heitkamp wolle ihre Firmenzentrale dort neu bauen. Ein Unternehmen, das längst auf grüne Umwelttechnologie setze. „Grüner Deal“ halt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (4) Kommentar schreiben