Corona

Hernes CDU-Chef ist gegen die Verschiebung des Parteitags

Sie kämpfen um den CDU-Vorsitz: (v.li.) Norbert Röttgen, Armin Laschet und Friedrich Merz. Hernes CDU-Chef Timon Radicke fordert eine schnelle Entscheidung.

Sie kämpfen um den CDU-Vorsitz: (v.li.) Norbert Röttgen, Armin Laschet und Friedrich Merz. Hernes CDU-Chef Timon Radicke fordert eine schnelle Entscheidung.

Foto: Michael Kappeler / dpa

Herne.  Warum Hernes CDU-Chef Timon Radicke gegen eine Verschiebung der Wahl des Bundesvorsitzenden ist und warum er selbst zum Parteitag einladen will.

Die Bundes-CDU diskutiert vor dem Hintergrund steigender Coronazahlen darüber, ob die Wahl des neuen Vorsitzenden noch in diesem Jahr durchgeführt werden soll. Am Montag gab es das Signal, dass der Parteitag aufs Frühjahr 2021 verschoben werden soll. Hernes CDU-Chef Timon Radicke (34) hält dies nicht für zielführend.

Warum wünschen Sie sich, dass die CDU noch in diesem Jahr einen neuen Vorsitzenden kürt?

Timon Radicke: Es ist notwendig, diese Frage möglichst früh zu klären. Die Situation und die Auswüchse, die diese Diskussion in den vergangenen Wochen angenommen hat, sorgt bei Bürgerinnen und Bürgern nicht für Klarheit. Die CDU wird im Grunde von Generalsekretär Paul Ziemiak geführt, die Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer spielt eigentlich keine Rolle mehr. Gleichzeitig versuchen die drei Kandidaten sich gegenseitig zu überbieten. Das tut der CDU nicht gut.

Aber soll denn trotz der rasant steigenden Corona-Zahlen in Stuttgart ein Parteitag mit 1000 Delegierten durchgeführt werden?

Ich teile die Ansicht von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, dass die Partei in der Pandemie eine Vorbildfunktion hat. Über 1000 Delegierte aus dem gesamten Bundesgebiet in einen Hotspot wie Stuttgart einreisen zu lassen, wäre nicht zielführend. Ob der Vorsitzende stattdessen im Rahmen von dezentralen Parteitagen oder auch auf einem digitalen Parteitag gewählt würde, wäre mir egal.https://www.waz.de/politik/laschet-will-parteitag-verschieben-merz-ist-strikt-dagegen-id230752384.html

In Herne steht ebenfalls ein Parteitag an, auf dem die Vereinbarung über die erneute Ratskooperation mit der SPD abgestimmt werden soll. Findet diese Versammlung im Corona-Risikogebiet Herne statt?

Das ist eine andere Situation als im Bund; zu unserem Parteitag würden ja nicht mehr als 100 Mitglieder kommen. Wir sprechen mit der Stadt über ein Hygienekonzept. Wenn wir grünes Licht bekommen, könnte ich mir vorstellen, dass der Parteitag am 4. November über die Ratskooperation mit der SPD abstimmt. loc

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