Internationaler Bund

Herner Weiterbildung macht „fit fürs Fahren“

Anke Adber Langner (l.) und Aysel Cura (r.) trainieren beim Internationalen Bund zusammen mit Fahrlehrer Bernd Ament ihre Fahrpraxis.

Anke Adber Langner (l.) und Aysel Cura (r.) trainieren beim Internationalen Bund zusammen mit Fahrlehrer Bernd Ament ihre Fahrpraxis.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Herne.  Bei einem Lehrgang in Herne können Menschen das Fahren mit Lkw, Bus oder Pkw trainieren. So sollen sich ihre Chance bei der Job-Suche verbessern.

Traumberuf Fahrer: Wer das Auto- oder Busfahren zum Beruf machen möchte, hat in Herne eine neue Weiterbildungsmöglichkeit. Der Internationale Bund Herne und das Jobcenter bieten gemeinsam den Lehrgang „Fit fürs Fahren“ an. Teilnehmer können dabei ihre Fahrpraxis verbessern und sich auf den neuen Job vorbereiten.

„Das Ziel unseres Lehrgangs ist es, die Chancen für die Teilnehmer auf einen Fahrer-Job zu erhöhen“, sagt Andreas Helmecke vom Internationalen Bund Herne. Zwei Wochen lang bekommen die Teilnehmer einen Intensivkurs, insgesamt 20 Theorie- und 20 Praxisstunden stehen auf dem Programm.

Die Theorie und auch die einzelnen Fahrzeuge werden in Zusammenarbeit mit der Fahrschule „Fan“ aus Dinslaken auf die einzelnen Teilnehmer angepasst. „Wir arbeiten hier neben großen Pkw auch mit Linienbussen, Reisebusse und Lkw“, so Helmecke. Auch die Vorbereitung auf ein mögliches Bewerbungsgespräch gehörten zum Lehrgang.

Fahrlehrerin ist der Traumjob für Teilnehmerin

Aysel Cura hat die zwei Wochen Lehrgang schon hinter sich. „Ich habe hier sehr viel dazu gelernt. Nach 28 Jahren mit einem Führerschein sieht man die eigenen Fehler gar nicht mehr“, bekennt sie. „Jetzt weiß ich, wo meine Schwächen sind und wie ich daran arbeiten kann.“ Bei der Hernerin musste Fahrlehrer Bernd Ament besonders streng sein, denn: Aysel Cura möchte selbst Fahrlehrerin werden.

„Das war schon lange ein Traum von mir, bisher gab es aber nie die Gelegenheit“, sagt Aysel Cura. Bisher hatte sie stattdessen als Bürokauffrau gearbeitet. Jetzt kann sie ihrem Traum endlich nachgehen und beginnt bald eine Ausbildung zur Fahrlehrerin: „Durch die Weiterbildung fühle ich mich dafür gut vorbereitet.“

Kein Ersatz für die Fahrschule

Einen anderen Berufswunsch hat Anke Adber Langner. Die gelernte Friseurin möchte umschulen und Busfahrerin werden. „Das war eine ganz spontane Idee und je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto sicherer war ich, dass ich es machen möchte“, erzählt die Hernerin. Mit einem Bus darf sie bei der Weiterbildung des IB-Bildungszentrums an der Roonstraße allerdings noch nicht fahren. „Wir nehmen hier den Fahrschulen nicht ihre Arbeit weg“, sagt Fahrlehrer Bernd Ament. Die Teilnehmer dürften während des Lehrgangs nur die Fahrzeuge fahren, für die sie auch schon einen Führerschein haben. „Wir können dafür sorgen, dass sie sich beim Fahren wieder sicherer fühlen und zum Beispiel schon größere Autos fahren“, so Ament. „Wir machen hier quasi Perfektionstraining.“

Neben Menschen mit den Berufswünschen Busfahrer und Fahrlehrer haben auch schon zukünftige Lkw-Fahrer oder Paketlieferanten die Weiterbildung des IB besucht. Jede Woche kommen zwei neue Teilnehmer hinzu, die vom Jobcenter ausgewählt werden. „Es ist auch für uns sehr spannend zu sehen, welche Menschen für die Weiterbildung zu uns kommen“, sagt Andreas Helmecke. „Der Bedarf ist auf jeden Fall da und es werden ja auch in vielen Branchen Fahrer gesucht.“ Am Ende des Lehrgangs bekommen die Teilnehmer ein Zertifikat, welches ihnen die Weiterbildung bescheinigt. „Wir hoffen sehr, dass sie so die Möglichkeit haben, in dem jeweiligen Job Fuß zu fassen“, sagt Andreas Helmecke.

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