Kinder

Herner Tageseltern planen neun neue Großtagespflegen

Herner Tageseltern und das Jugendamt suchen Räume und Personal für die U3-Betreuung.

Foto: Stefan Puchner

Herner Tageseltern und das Jugendamt suchen Räume und Personal für die U3-Betreuung. Foto: Stefan Puchner

Herne.   Der Bedarf für die Betreuung von Unter-Dreijährigen in Herne ist riesig. Die Herner Tageseltern planen neun neue Großtagespflegen.

Liebevolle Betreuung von Kleinstkindern haben sich sowohl die Stadt Herne als auch der Verein „Herner Tageseltern“ auf die Fahnen geschrieben. Junge Eltern rennen bei den Institutionen die Türen ein, bei den Tageseltern gibt es lange Wartelisten für die Gruppe der Unter-Dreijährigen (U 3). Das könnte auch bald bei der Fall sein, wenn diese die erste Großtagespflege der Stadt eröffnet. Laut Ratsbeschluss soll sie erstmals zwei sogenannte Kleine Kitas mit jeweils neun Kindern einrichten. Bis 2020 sollen zudem neun neue Großtagespflegen entstehen, sechs in städtscher und drei in Verantwortung der Herner Tageseltern.

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen steigt seit 2013, seitdem gibt es ein verbrieftes Recht auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr. Der aktuelle Anstieg der Geburtenzahl bewirkt einen weiteren Druck auf Kita-Plätze für die Allerjüngsten. Neue Räumlichkeiten sind gefragt, wie Esther Mattern von den Tageseltern weiß: „Wir suchen Wohnungen von rund 100 Quadratmetern Größe, nach Möglichkeit ebenerdig und mit Garten.“ Auch Ulrike Jäger vom Jugendamt ist auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für Kleine Kitas.

Kindergeschrei ist bereits in den Großtagespflegen an der Pieper-, Overhoff-, Manteuffel-, Jahnstraße, am Solbad und am Westring zu hören. An der Plutostraße und der Ringstraße ist es zwar noch Zukunftsmusik, aber nicht mehr lange: Dort sollen bald zwei weitere Großtagespflegen eröffnet werden. Gesucht werden aber nicht nur Räume, sondern auch Personal, das muss entsprechend qualifiziert werden. „Seit Dezember 2016 wird in Herne die Qualifizierung zur Kindertagespflegerin im Rahmen des Bundesprogrammes ‘Kindertagespflege: Weil die Kleinsten große Nähe brauchen’ gefördert“, erläutert Esther Mattern.

Grundkurs und komplette Ausbildung

Zurzeit arbeiten bereits 82 „Tagespflegepersonen“ – in der Mehrheit Frauen – in Herne und betreuen insgesamt 237 Tageskinder. Während die Stadt in ihrer Großtagespflege feste Stellen anbietet und damit ein verlässliches Einkommen, sind die jeweils zwei bis drei Betreuer in den Einrichtungen der Herner Tageseltern selbstständig. „Unsere Großtagespflegen sind immer ausgelastet, auch hier arbeitet man mit einer finanziellen Sicherheit“, sagt Esther Mattern. Sie und ihre Einrichtung bieten regelmäßig Qualifizierungsmaßnahmen an. Ein Grundkurs für Erzieher und Menschen mit pädagogischem Schwerpunkt in einer Ausbildung oder einem Studium dauert vom 17. bis 23. März 2018. Eine komplette Ausbildung zur Tagespflegeperson umfasst 300 Stunden und dauert dementsprechend viel länger.

Fest Zuordnung zu einer Tagesmutter garantiert

Ob Verein oder Stadt: Wichtig bei beiden Varianten ist eine ganz persönliche Betreuung der Kleinkinder, fast wie zu Hause. „Wir garantieren eine feste Zuordnung zu einer einzigen Tagesmutter, das wird vertraglich festgelegt“, erklärt Esther Mattern.

Und manchmal funktioniert eine Großtagespflege wie eine Großfamilie – wenn es noch Geschwisterkinder gibt. „Wir wollen, dass beide Elternteile beruhigt zur Arbeit gehen können, weil sie wissen: Bei uns werden ihre Kinder bestens behütet“, sagt Ulrike Jäger.

>> HIER GIBT ES WEITERE INFORMATIONEN

Weitere Informationen über Qualifizierungsmaßnahmen, aber auch für Anbieter von geeigneten Wohnungen für Tagespflegeeinrichtungen in Herne gibt es bei den Tageseltern.

Kontakt: Esther Mattern, HER 398 60 54
(www.herner-tageseltern.de)
und bei Ulrike Jäger
vom Jugendamt, HER 163176.

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