Rat der Stadt

Herner Rat: Eine weitere Fraktionsgründung ist gescheitert

Im neuen Herner Rat - er konstituiert sich am 3. November - wird es künftig fünf Fraktionen geben: SPD, CDU, Grüne, Linke und AfD.

Im neuen Herner Rat - er konstituiert sich am 3. November - wird es künftig fünf Fraktionen geben: SPD, CDU, Grüne, Linke und AfD.

Foto: MATTHIAS GRABEN / FUNKE Foto Services

Herne.  Zwischen AfD und Unabhängigen Bürgern wird es im Herner Rat keine Zusammenarbeit geben. Nun ist noch eine weitere Fraktionsgründung gescheitert.

Es bleibt im neuen Herner Rat bei fünf Fraktionen: FDP und Piraten konnten in Verhandlungen über eine Zusammenarbeit keine Einigung erzielen - die Liberalen erteilten nach zwei Gesprächsrunden einer gemeinsamen Fraktionsgründung eine Absage.

Das bestätigen FDP-Chef Thomas Bloch und Piraten-Sprecher Lars Wind, beide gehören auch dem künftigen Rat an, am Mittwochabend auf Anfrage der WAZ. Als dreiköpfige Fraktion (zwei FDP-Mitglieder, ein Pirat) hätten sie von der Stadt mehr Geld und eine bessere personelle Ausstattung für ihre Arbeit im Rat erhalten.

Piraten sind enttäuscht über die Absage der FDP

„Wir sind sehr enttäuscht“, sagt Lars Wind. Sie hätten zwei gute, konstruktive Gespräche gehabt, in denen es ausschließlich um Inhalte gegangen sei und nicht um Posten. Die Initiative zu den Verhandlungen sei von der FDP ausgegangen. Und: Er gehe davon aus, dass die Zusammenarbeit nicht an Thomas Bloch gescheitert ist, sondern an der Basis der FDP.

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Bloch begründet das Aus für deine Rats-Ehe mit diesen Worten: „Im Windschatten der Piraten segeln Personen mit, mit denen wir uns eine Zusammenarbeit nicht vorstellen können“, sagt der Parteivorsitzende. Die Aussage dürfte auf bisherige Piraten-Mandatsträger wie Günter Nierstenhöfer und Andreas Prenning zielen.

Es ist vor der Konstituierung des Rates am 3. November bereits die zweite gescheiterte Fraktionsgründung: Nach der Spaltung der AfD-Fraktion hatte AfD-Vorsitzende Beate Fiedler dem Einzelmandatsträger Bernd Blech (Unabhängige Bürger) ein letztlich erfolgloses Angebot zur Zusammenarbeit gemacht.

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