Stadtentwicklung

Herner Rat beschließt Pläne für neue Mitte in Baukau

So soll sie aussehen, die neue Mitte in Baukau. Auf einem parkähnlichen Areal sollen Wohnhäuser entstehen, außerdem Einzelhandelsflächen, die teilweise mit einem begrünten und begehbaren Dach überspannt sind.Grafik: Stadt Herne

So soll sie aussehen, die neue Mitte in Baukau. Auf einem parkähnlichen Areal sollen Wohnhäuser entstehen, außerdem Einzelhandelsflächen, die teilweise mit einem begrünten und begehbaren Dach überspannt sind.Grafik: Stadt Herne

Herne.   Das Unternehmen List Retail soll die neue Mitte in Baukau bauen. Und so sehen die Pläne des Unternehmens aus.

Der Rat hat einen Investor für die geplante neue Mitte in Baukau gefunden. List Retail (Nordhorn) soll an der Forellstraße ein Geschäftszentrum mit Supermarkt und Wohnhäusern. Dafür entschied sich die Politik am Dienstagabend in nicht-öffentlicher Sitzung.

Vor allem auch unter städtebaulichen Aspekten habe dieser Entwurf „eine hohe Attraktivität“, sagte Stadtdirektor Hans Werner Klee nach der Ratssitzung zur WAZ. Und: Die Pläne hätten „Innovationspotenzial“.

Zehn Investoren hatten sich beteiligt

Zum Hintergrund: In den kommenden Jahren soll auf dem ehemaligen Kirmesplatz ein neues Viertel, der Dienstleistungspark Schloß Strünkede, entstehen. Auf einer ersten, 23 000 Quadratmeter großen Teilfläche zwischen Forellstraße und Kita am Lackmannshof wünscht sich die Stadt ein Geschäftszentrum mit Einzelhandel, Häusern und Wohnungen. Das neue Quartier soll in den kommenden zwei bis vier Jahren entstehen.

An einem Vergabeverfahren der Stadt hatten sich zuletzt zehn Investoren beteiligt, fünf erfüllten die Voraussetzungen. „Das waren durch die Bank interessante Konzepte“, resümiert Klee. Im Vorfeld der Ratssitzung stellte die Verwaltung ein Ranking der Kandidaten auf und setzte den Investor aus Niedersachsen auf Platz eins.

Konzept „Wohnen und Einkaufen im Park“ punktete

Dieser punktete mit seinem Konzept „Wohnen und Einkaufen im Park“. List Retail will demnach an der Forellstraße unter anderem Gebäude für einen Super- und einen Drogeriemarkt sowie für Büros schaffen, außerdem auf einer weiteren, ebenerdigen Fläche Geschäfte unter anderem für Friseur und Bank. Besonderheit: Das Unternehmen plant eine begrünte Dachfläche als Teil einer Parklandschaft, die die Geschäfte überspannt; sie soll mit Spielgeräten und Bänken ausgestattet werden. Außerdem sind in der Mitte ein Marktplatz und ein Gebäude mit Gastronomie geplant, im Norden sollen etwa 160 Stellplätze geschaffen werden. Nicht zuletzt will der Investor im Süden einen Bereich „Wohnen im Park“ realisieren – Häuser für 100 Wohnungen mit Tiefgarage.

Lob gab es von SPD und CDU

SPD-Fraktionschef Udo Sobieski sagte zur WAZ, dass List Retail „aus architektonischer und städtebaulicher Sicht die in sich schlüssigste Lösung“ präsentiert habe. Für Baukau, fügte er an, sei dieser Entwurf der beste. Nicht zuletzt punkte der Investor mit seiner großen Erfahrung. CDU-Fraktionschefin Bettina Szelag nennt die Pläne klasse. Fachlich wie optisch habe List den besten Entwurf abgegeben.

Nach dem Votum des Rates nimmt die Stadt nun Verhandlungen mit dem Investor über den Verkauf der Fläche und ihre künftige Gestaltung auf. Laut Gutachten hat das Areal, auf dem unter anderem noch die Jugend von Westfalia Herne trainiert, einen Verkehrswert in Höhe von 5,5 Millionen Euro.

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