Kongo-Hilfe

Herner Projekt Tandandale ruft zu Masken-Patenschaft auf

Im Ost-Kongo werden nun Masken genäht. Das Projekt Tandandale bittet Bürger dazu um Patenschaften.

Im Ost-Kongo werden nun Masken genäht. Das Projekt Tandandale bittet Bürger dazu um Patenschaften.

Foto: Projekt Tandandale

Herne.  Das Herner Projekt Tandandale hilft Pygmäen im Regenwald des östlichen Kongo. Nun bittet der Verein Bürger, Masken-Patenschaften zu übernehmen.

Das Herner Projekt Tandandale konzentriert sich aktuell auf die Produktion selbst gefertigter Mund- und Nasenmasken in Butembo und Tandandale im Kongo. Zum einen würden dadurch teure Importe aus dem Ausland überflüssig, zum anderen Arbeitsplätze vor Ort geschaffen. Nicht zuletzt sei die Akzeptanz der Bevölkerung größer, einheimische Masken zu tragen.

Das Projekt Tandandale, ein Verein aus Herne, hat zum Ziel, die Lebensbedingungen der Pygmäen im Regenwald des östlichen Kongo zu verbessern, unter anderem durch Schulbildung. Bis sich die Produktion der Masken vor Ort wenigstens zum Teil finanziell selbst trage, müssten Kosten etwa für Nähmaschinen, Stoffe, Arbeitslohn und Raummieten vorfinanziert werden, heißt es in einer Mitteilung. Glücklicherweise habe die Deutsche Botschaft mit Fördermitteln eine Anschubfinanzierung vor Ort in Gang gebracht. Für die laufenden Kosten stünden jedoch keine staatlichen Zuschüsse zur Verfügung.

Masken kostenlos für Schüler und mittellose Familien

Schon mit einem Euro könne eine dauerhafte Mund-Nasenmaske im Kongo für eines der zurzeit 250 Schulkinder der Dorfschule in Tandandale genäht werden. Die Masken würden kostenlos an Schüler sowie mittellose Familien verschenkt. Die übrigen Masken sollen zur Teil-Finanzierung von Arbeitsmaterialien und Löhnen auf den Märkten der Umgebung angeboten werden.

Um die Masken-Produktion auf solide finanzielle Füße zu stellen und nach der Pandemie gegebenenfalls eine funktionierende Nähstube weiter betreiben zu können, bittet der Verein Bürger um eine „Masken-Patenschaft“: Jeder Spender, so heißt es, könne sich mit einem Betrag ab 5 Euro an der Produktion lebensrettender Masken im Ost-Kongo beteiligen. „Es wäre toll, wenn wir auf diesem Weg einige Spender für unser Projekt gewinnen könnten“, sagt Andreas Pfohl, der stellvertretende Vorsitzende des Projekts.

Weitere Informationen gibt’s auf www.tandandale.de.

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