Konzert

Herner Literaturhaus feiert jungen Pianisten Jeung Beum Sohn

Der koreanische Pianist Jeung Beum Sohn gab ein Konzert  in der Alten Druckerei.

Foto: Olaf Ziegler

Der koreanische Pianist Jeung Beum Sohn gab ein Konzert in der Alten Druckerei. Foto: Olaf Ziegler

Herne.   Der junge Pianist Jeung Beum Sohn überzeugte am Mittwochabend das Herner Publikum durch seine souveräne Technik und Ausdrucksfähigkeit .

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Mit fesselnden Interpretationen überzeugte am Mittwochabend der junge Pianist Jeung Beum Sohn, der im September den ersten Preis des Internationalen ARD-Musikwettbewerbs gewann, das Publikum im Literaturhaus.

Debütkonzert im Ruhrgebiet

Nicht nur seine souveräne Technik, sondern vor allem seine Ausdrucksfähigkeit, sein Gespür für feinste Nuancen und sein unbedingter Gestaltungswille lassen seine Interpretationen zu einem Erlebnis werden: Der junge Koreaner stellte sich bei seinem Debütkonzert im Ruhrgebiet mit einer Interpretation der Sonate a-Moll D 784 von Franz Schubert vor, die die auf die Romantik verweisende Expressivität dieses Werkes hervorhebt.

Markante Konturen und Klangfarbenkontraste charakterisieren sein leidenschaftliches Spiel. Doch auch ruhige, nachdenkliche Passagen gestaltet Jeung Beum Sohn voll verhaltener Erregung, die sich in spannenden Prozessen Bahn bricht.

Elegisch träumt in der Dumka op. 59 von Peter Tschaikowsky eine Melodie vor sich hin. Expressive Läufe voll dramatischer Kraft formen Spannungsmomente, wobei Virtuosität ebenso meisterlich wie ungezwungen im Dienst des Ausdrucks steht.

Bravorufe aus dem Publikum

Ein tönend bewegtes Klangrelief zeichnet der junge Pianist in der Fantasie d-Moll KV 397 von Wolfgang Amadeus Mozart. Träumerische Momente kommen dabei ebenso gut zur Geltung wie sich überstürzende Klangkaskaden. Auch in einem so anspruchsvollen Werk wie der Sonate h-Moll von Franz Liszt brilliert der junge Koreaner durch seinen Ausdrucksreichtum, seine Gestaltungskraft und seine frappierende Spieltechnik. Themenfragmente finden sich wie Gedankensplitter zusammen. Hochvirtuose Passagen sind nie Selbstzweck, sondern fügen sich in das interpretatorische Konzept ein. Das Publikum feierte Jeung Beum Sohn mit lauten Bravorufen.

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