Ausstellung

Herner Künstlerbund zum zehnten Mal in den Rathausfluren

Heiner Krämer hängt  das Bild  „Sesam öffne dich“ seiner Frau Doris Krämer auf.

Heiner Krämer hängt das Bild „Sesam öffne dich“ seiner Frau Doris Krämer auf.

Foto: Rainer Raffalski

Herne.   23 Künstlerinnen und Künstler sind mit 55 Werken vertreten. Viele zeigen sich dabei mit ganz neuen künstlerischen Formen.

Schon zum zehnten Mal präsentiert sich der Herner Künstlerbund mit seiner Jahresausstellung im Herner Rathaus. 23 Mitglieder zeigen 55 Werke. Fast alle Produktionen stammen aus diesem Jahr. „Neue Kollegen haben wir nicht aufgenommen“, erklärt Edelgard Sprengel des Künstlerbundes. Dennoch kann sich der Besucher über einige Überraschungen freuen. Viele der Künstlerinnen und Künstler sind mit ganz neuen künstlerischen Formen vertreten.

Stillleben statt Porträts

Annette Ihme-Krippner, sonst eher für Köpfe und Personen zuständig, zeigt dieses Mal nicht Figürliches, sondern Stillleben. Sie konzentriert sich in ihren neuen Bildern auf eine Reihe von Krügen. Mal kurz mit wenigen Linien umrissen, wirken sie unheimlich plastisch. Doch schaut man genau hin, kann man in einem der Krüge auch ein Gesicht erkennen.

Heidrun Mottyll zeigt in ihren Bildern Motive aus der Region. Da hängt die Jahrhunderthalle aus Bochum neben einem Karussell der Cranger Kirmes. In ihren aktuellen Bildern verzichtet sie fast vollständig auf Farbe. Sie löst die Motive in Schwarz und Weiß auf.

Eva Stotz hat ihre sonst eher farbige Palette reduziert. Ihre Arbeiten leben von der Bewegung und Schwüngen im Bild, die sie teils mit collagierten Elementen kontrastiert.

Farben und Formen reduziert

Auch Edelgard Sprengel hat ihre Farben und Formen reduziert. Ihre beiden Bilder werden von je einer einzelnen Figur beherrscht. In ihr wird die ganze Dynamik der Bewegung deutlich. Sie hebt sich in ihrer Reduktion auf ausdruckstarke Formen stark von dem hellen Hintergrund ab.

Christa Jakubat teilt ihre neuen Bilder in klar abgegrenzte Rechtecke auf. Die einzelnen Felder füllt sie mit ganz unterschiedlichen Formen: naturalistischer Malerei, Schrift, Collage-Elemente und auf wenige dunkle Linien reduzierte Gebilde. Der Kontrast der unterschiedlichen künstlerischen Formen schafft ein sehenswertes Miteinander.

Cara Lila Bauer hat ihre Malerei mit Collagen erweitert. In ihren Bildern bekommen die Personen Gesichter aus geometrischen Formen. Die mit Pappe gestalteten Gebilde heben sich als Reliefs von der Oberfläche ab.

Bergbau steht im Mittelpunkt

In den neuen Arbeiten von Bahtiyar Demircan steht noch einmal der Bergbau im Mittelpunkt. Er zeigt arbeitende Bergleute, die er ganz in farbige Elemente auflöst, die erst auf den zweiten Blick die Motive erkennen lassen.

„Wir sind immer für Überraschungen gut“, kommentiert Edelgard Sprengel die diesjährige Auswahl. Doch auch das Bewährte bekommt in der Ausstellung seinen Raum. Rainer Glebsattel hat die Eindrücke einer Reise verarbeitet. Sein Geysir aus dem Yellowstone Park zieht den Betrachter geradezu mit in die Bildtiefe.

>>> MEHR INFOS ZUR JAHRESAUSSTELLUNG

Seit 2008 zeigt der Herner Künstlerbund seine Jahresausstellung in den Fluren des Herner Rathauses - eine gute Gelegenheit für die Mitglieder, Bilder aus der aktuellen Schaffensphase auszustellen.

Die Ausstellung wird am heutigen Freitag um 17 Uhr eröffnet. Es spricht Bettina Szelag, Vorsitzende des Kulturausschusses. Die Arbeiten sind bis zum 31. Januar zu sehen.

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